Der Digital Factory Journal-Podcast befasst sich bereits mit der Industrie 6.0. Die entscheidende Frage dabei lautet: Wie werden unsere Produktionsstätten im Jahr 2050 aussehen? (Quelle: Pixabay.com © AndyLeungHK Public Domain)

Der Digital Factory Journal-Podcast befasst sich bereits mit der Industrie 6.0. Die entscheidende Frage dabei lautet: Wie werden unsere Produktionsstätten im Jahr 2050 aussehen? (Quelle: Pixabay.com © AndyLeungHK Public Domain)

Regelmäßige Insights von Experten zum Thema digitale Fabriken bietet darüber hinaus der DFJ-Podcast, der der Frage auf den Grund geht, wie es in einer typischen Fabrik im Jahr 2050 aussehen wird und wie die Prozesse dann ablaufen werden.

Die erste wichtige Frage: Umbau oder Neubau?

Unter dem Begriff Fabrikplanung wird im Allgemeinen der Neubau, die Erweiterung oder der Umzug von Produktionssystemen verstanden. Wer sein Unternehmen neu gründet, kann seine zukünftige Fabrik in der Regel von Grund auf neu planen.

Anders sieht die Sache jedoch in bestehenden Betrieben aus, die mit bereits funktionierenden Produktionsstraßen ausgestattet sind. Hier muss ganz genau abgewogen werden, ob ein Neubau oder doch besser eine Umgestaltung der bisherigen Anlage sinnvoll ist. Eine Pauschalantwort darauf, welche Lösung die bessere ist, gibt es nicht, denn das ist immer von den individuellen Voraussetzungen abhängig.

Der große Vorteil bei der Neuplanung ist jedenfalls, dass auf bestehende Rahmenbedingungen keine Rücksicht genommen werden muss. Das macht die durchgängige Planung der Prozesse wesentlich einfacher. Demgegenüber steht der oftmals finanzielle Aufwand, der beim Neubau zumeist etwas höher ist.

Um eine entsprechende Entscheidung treffen zu können, ist jedenfalls eine ausführliche Analyse der IST-Situation erforderlich. Wer zum ersten Mal mit dem Bau einer Fabrikanlage konfrontiert ist, sieht den Wald dabei jedoch oft vor lauter Bäumen nicht mehr.

Deshalb ist es sinnvoll, sich Unterstützung in Form eines interdisziplinären Teams zu holen, das bei der Generalplanung der zukünftigen Produktionsstätte entsprechende Unterstützung bietet. Denn damit ist garantiert, dass mit der neuen Anlage auch das Maximum an Produktivität erreicht wird, das mit dem derzeitigen Stand der Technik theoretisch möglich ist.

Der zukünftige Erfolg beginnt mit einer intensiven Konzeptplanung

Im Rahmen der IST-Analyse geht es vor allem darum, die aktuellen Strukturen in der Produktion und der Logistik zu durchleuchten und dabei auch den Material- und Informationsfluss zu checken. Auch die vorhandenen Maschinen werden im Rahmen dieser Untersuchung auf ihre Zukunftstauglichkeit überprüft.

Neben der IST-Analyse ist jedoch auch die Strategie des Unternehmens von wichtiger Bedeutung für die Konzeptplanung. Mit der neuen Fabrikanlage gilt es, den geflügelten Worten endlich Leben einzuhauchen und so die strategische Ausrichtung richtig umzusetzen. Dabei ist es jedoch besonders wichtig, die Strategie zu hinterfragen, falls nicht eindeutig klar ist, was mit bestehenden Formulierungen gemeint sein könnte.

Mit Modellierungssoftware werden in der Planungsphase genaue Analysen vorgenommen und verschiedene mögliche Szenarien für den Aufbau der Fabrikanlage virtuell simuliert. Das erhöht die Genauigkeit der Planungsergebnisse und gibt Sicherheit bei Entscheidungen, die hohe Investitionen erfordern.

Vom Ideal- zum Reallayout

Auf Basis der IST-Analyse und der Unternehmensstrategie gilt es, im ersten Planungsschritt die Prozesse und Strukturen für die neue Produktionsstätte zu gestalten. Zunächst geht es darum, ein Ideallayout zu entwerfen. Das bedeutet, die vorhandenen Gegebenheiten eines bestimmten Gebäudes oder Grundstücks spielen dabei keine Rolle.

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