(Quelle: Bitkom)

Der Bitkom-Ifo-Digitalindex, der sich aus der Einschätzung von Geschäftslage und Geschäftserwartungen berechnet, stieg im Vergleich zum Vormonat um fünf Punkte auf 31,7 Punkte.  Damit liegt er höher als vor Beginn der Corona-Pandemie. „In der Digitalbranche laufen die Geschäfte so gut wie lange nicht mehr. Die beschleunigte Impfkampagne und die Aussicht auf eine weitere Erholung der deutschen Wirtschaft stimmt die Unternehmen auch für den weiteren Jahresverlauf sehr zuversichtlich“, kommentierte Bitkom-Präsident Achim Berg die Zahlen. „Die Bitkom-Branche zeigt sich resistent gegenüber kurzfristigen Konjunkturrückschlägen, wie sie viele andere Branchen in der Corona-Krise mehrfach erleben mussten. Die Pandemie schiebt die Digitalisierung in allen Bereichen an und sobald sich andere Wirtschaftszweige erholen, erwarten wir zusätzlichen Schwung bei den Investitionen“, sagte er weiter.

Einstellungen geplant

Laut Bitkom suchen die Unternehmen angesichts des positiven Geschäftsklimas verstärkt nach Arbeitskräften. Dabei verspreche die Beschäftigungsentwicklung eine ähnliche Dynamik wie die Umsätze. Die Erwartungen legten laut dem Branchenverband um sechs auf 23,3 Punkte zu. Das bedeutet, dass die Mehrheit der Unternehmen in den kommenden drei Monaten zusätzliche Arbeitskräfte einstellen will. „Nach unten wird es lediglich bei den Preisen gehen, und das ist gut für die Kunden“, sagte A. Berg. Der Preisindex gab gegenüber dem Vormonat leicht um 1,3 Punkte auf 13,2 Punkte nach.

In der Gesamtwirtschaft blieb die Stimmung gegenüber dem Vormonat laut Bitkom nahezu unverändert. Das Ifo-Geschäftsklima legte leicht um 0,3 Punkte auf 11,5 Punkte zu. Die Geschäftslage verbesserte sich um 2,3 Punkte auf 14,4 Punkte. Die Erwartungen gingen um 1,6 Punkte zurück, liegen mit 8,7 Punkten aber weiterhin im positiven Bereich.

Details zur Methodik

Der Digitalindex basiert auf der monatlichen Ifo-Konjunkturumfrage und bildet sich aus dem geometrischen Mittel des Index der Geschäftslage und des Index der Geschäftserwartungen. Berücksichtigt werden Daten der Digitalbranche, die sich aus Unternehmen der Sektoren Verarbeitendes Gewerbe, Handel und Dienstleistungssektor zusammensetzt. Dazu zählen Hersteller von IT und Kommunikationstechnik, Unterhaltungselektronik, Anbieter von Software und IT-Dienstleistungen, Telekommunikationsdiensten sowie der Groß- und Einzelhandel mit ITK. Der Index wird als Saldo (saisonbereinigt) dargestellt. Gewichtet wird nach Anzahl der Beschäftigten. Befragungszeitraum war vom 6. bis 23. April 2021.

Bitkom (ih)

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