Sensorik 4.0

Unter der geschützten Marke Sensorik 4.0 fasst Pepperl+Fuchs Sensorlösungen für Industrie-4.0-Anwendungen zusammen (Quelle: Pepperl)

Nahezu täglich werden wir mit Begriffen, wie IIoT, Industrie 4.0 oder Digital Factory, konfrontiert. Doch was bedeuten sie eigentlich konkret? Eine Einordnung liefert Lukas Pogoda, Produktmanager für industrielle Kommunikation bei Pepperl+Fuchs. Dazu verweist er zunächst auf die bisherige Situation in der Produktion, wo Automatisierungsgeräte ihre Daten mit einer zentralen Steuerung austauschen. Diese steuert den Prozess in Echtzeit. Als Herausforderung führt er an, dass die Automatisierungsgeräte immer mehr zusätzliche Daten zur Verfügung stellen, zum Beispiel Diagnose- und Identifikationsdaten. Diese sind für die Prozesskontrolle zunächst irrelevant, bringen allerdings auf einer höheren Ebene Mehrwert. „Das IIoT beschäftige sich nun damit, die Daten von Automatisierungsgeräten in der Cloud verfügbar zu machen, sodass sie einen Mehrwert schaffen können“, erklärt er und fügt an: „IIoT ist aber nicht nur eine Laune der Automatisierungshersteller, um den Kunden neue Produkte anbieten zu können, sondern bringt auch entscheidende Vorteile.“ Als Beispiel aus der Feldebene führt er optische Sensoren von Pepperl+Fuchs an, die Verschmutzungen auf der Linse erkennen und ein entsprechendes Warnsignal senden können. „Wartungseinsätze lassen sich dadurch optimal planen und Ausfälle vermeiden“, nennt er als Vorteil und verdeutlicht: „In der Feldebene geht es darum, mit möglichst geringem Ressourceneinsatz einen möglichst großen Output zu generieren.“

Weitere Vorteile ergeben sich seinen Angaben zufolge auf der IIoT-Ebene. Dort lassen sich durch datengestützte Analysen beispielsweise Korrelationen in Datenmustern erkennen, die zu Fehlproduktionen führen können. „Werden diese rechtzeitig festgestellt, lässt sich die Qualität der Produktion erhöhen. Remote-Zugriffe ermöglichen es ferner, Fehler schnell durch den Mitarbeiter von Zuhause aus zu beheben. Letztlich ergeben sich zudem neue Business-Modelle, wie Wartungsverträge oder Pay-per-Use-Modelle“, informiert er weiter.

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