Der vom VDMA veröffentlichte Leitfaden „Künstliche Intelligenz – Potenziale und Umsetzungen im Mittelstand“ zeigt anhand ausgewählter Anwendungsfälle, wie das Thema KI im Maschinen- und Anlagenbau erfolgreich umgesetzt werden kann (Quelle: Mathworks)

"Während die Pandemie unseren persönlichen und auch beruflichen Alltag in vielen Fällen auf den Kopf gestellt hat, brachte sie für die Digitalisierung einen deutlichen Aufschwung mit sich", sagt P. H. F. Wallner. So sei es mittlerweile unverzichtbar geworden, flexible Produktionssysteme autonomer zu gestalten. "Dadurch wird Ingenieuren die Möglichkeit gegeben, das Verhalten der Anlagen anhand von Simulationen zu validieren, nicht nur in Testdurchläufen vor Ort. Das ist ein Aspekt, der uns auch nach Abklingen der Pandemie erhalten bleiben wird."

Aus seiner Sicht werden uns die folgenden fünf Trends in den nächsten Jahren begleiten:

KI-Projekte werden wirtschaftlich erfolgreich

Während Künstliche Intelligenz (KI) durch Smartphones, Fitnesstracker oder sonstige Smart Assistants Einzug in die eigenen vier Wände gehalten hat, hat die verarbeitende Industrie gerade erst begonnen, ernsthaft über die Integration von KI nachzudenken. Die Produktionslinie der Zukunft wird sich jedoch in hohem Maße auf KI stützen, wenn es um automatische Zustandsüberwachung und vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance), visuelle Qualitätsprüfung und die Optimierung von Fertigungsprozessen geht. KI wird der Vision einer vollautomatischen Fabrik den Weg ebnen, die flexibel Waren in kleinen Produktionsmengen herstellt – bis hin zu Losgröße 1.

In den nächsten Jahren werden neue KI-basierte Applikationen auf den Markt kommen, die nicht nur technologisch interessant, sondern auch wirtschaftlich relevant sein werden. Letztendlich wird KI flexiblere und leistungsstärkere Maschinen-Software ermöglichen, die durch herkömmliche Programmierung nicht möglich wäre.

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