Gruppenbild Open Industry 4.0 Alliance

Gruppenbild der Open Industry 4.0 Alliance von der SPS 2019 (Quelle: Beckhoff)

Die Open Industry 4.0 Alliance versteht sich als Umsetzungsgemeinschaft, die vorhandene Standards, wie den industriellen Kommunikationsstandard OPC UA, nutzen und in der Praxis miteinander verbinden will. Automatisierungssilos sollen aufgebrochen werden und das Augenmerk liegt auf der Digitalisierung und Transformation von Brownfield-Anlagen.

„Die Open Industry 4.0 Alliance wurde nicht ins Leben gerufen, um eigene Standards zu definieren. Es geht darum, eine durchgehende Interoperabilitätsplattform mit existierenden Standards zu schaffen. Die Open Industry 4.0 Alliance wird auch nicht an der Entwicklung oder dem direkten Verkauf von Lösungen beteiligt sein. Sie dient der praktischen Förderung der digitalen Transformation und strebt an, dass bis zu 80 Prozent der Maschinen in einer Smart Factory miteinander kommunizieren können“, sagt Nils Herzberg, Sprecher des Vorstands der Open Industry 4.0 Alliance und Global Head Strategic Partnerships for Digital Supply Chain and Industry 4.0 bei SAP.

„Wir nutzen die Zeit und machen unsere Infrastrukturen fit für die Automatisierung der Lieferkette und der Kollaboration in Partner-Ökosystemen. Dabei stehen Brownfield-Anlagen im Fokus. Die Open Edge Computing Platform verbindet herstellerspezifische Container Apps mit ihren Assets und aggregiert deren Prozessdaten. Weitere Apps dienen zur Datenvorverarbeitung oder stellen die Connectivity zur Operator Cloud und zur Asset Administration Shell her. Dabei setzen wir auf vorhandene Standards und erarbeiten mit unseren Mitgliedern Guidelines, wie man diese im Sinne der Interoperabilität verwendet. Man könnte sagen ‘wir machen den Weg frei‘ für ein machbares Industrie-4.0-Ecosystem“, erklärt Hans-Jürgen Hilscher, Vorstand Technik der Open Industry 4.0 Alliance sowie Präsident der Hilscher Gesellschaft für Systemautomation.

Auf existierenden Standards aufsetzen

Eine der wichtigsten Eigenschaften der Open Industry 4.0 Alliance ist das Asset Automatic Onboarding durch alle vier Architekturschichten unter Verwendung von Technologien der OPC Foundation, der Plattform Industrie 4.0 und der Freien Software Docker. Die Architekturschichten sind vor Ort Open Edge Connectivity (Devices) und Open Edge Computing Platform, in der Cloud dann die Open Operator Cloud Platform des  Anlagenbetreibers und Common Cloud Central als gemeinsame Plattform, deren wichtigste Komponenten die Repositories der Assets und Digital Twins sind.

„Die Open Industry 4.0 Alliance zeigt offen und transparent die Stärken der einzelnen Mitgliedsunternehmen sowie deren Angebotsportfolio auf, sodass Endkunden sich ein Bild davon machen können. Diese Informationen sind bei der Auswahl der Partner sehr wichtig. Wir arbeiten als Umsetzungsgemeinschaft weiter daran, die Wertschöpfungsketten unserer Industrien digital zu vernetzen und so den entscheidenden Unterschied für die Digitalisierung unserer Endkunden zu liefern. Natürlich geht diese im Kollektiv und als Open Industry 4.0 Alliance Umsetzungsgemeinschaft schneller, effizienter und zielgerichteter“, sagt Ekrem Yigitdöl, Vorsitzer des Open Industry 4.0 Alliance Marketing sowie Vice President Cooperation & Joint Venture Management innderhalb der Voith-Gruppe.  

Die Mitglieder der Allianz listen über 155 Produkte und Dienstleistungen auf, die von ihnen in den kommenden Jahren gemäß den Interoperabilitäts-Richtlinien der Open Industry 4.0 Alliance umgestaltet werden sollen.  Die ersten, die kompatibel sind, sollen auf der SPS 2020 im November präsentiert werden.

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