Bei der Überwachungslösung für Profilschienenführungen Durasense ermittelt und überwacht die Auswerteelektronik die Schmierkennwerte der angeschlossenen Linearführungen. Neu ist eine Schnittstelle, die den Zugang zu den Rohdaten der Schwingungssensoren ermöglicht (Quelle: Schaeffler)

Zur diesjährigen EMO, die vom 4. bis 9. Oktober in Mailand/Italien geplant ist, wird Schaeffler mit einem eigenen 120 m2 großen Stand physisch vertreten sein. Hier werden diverse Neuheiten gezeigt, unter anderem das Update seines Durasense-Systems.

Bei Durasense handelt es sich um eine Überwachungslösung für Profilschienenführungen, die beispielsweise zur Überwachung und Bewertung einer manuellen Nachschmierung zum Einsatz kommt. Sie macht eine Zentralschmieranlage zugunsten einer manuellen, überwachten Nachschmierung hinfällig. "Ist eine Schmieranlage installiert, erkennt Durasense frühzeitig alle Fehler, die zu einem Schmierstoffmangel führen und Mangelschmierung aber auch Überfettung werden vermieden. Kürzer werdende Schmierzyklen sind ein Indikator für Verschleißerscheinungen bzw. das nahende Gebrauchsdauerende. Somit bietet die optional orderbare Ausstattung dem Maschinenbau unter anderem geringere Herstellungskosten und Betreibern niedrigere Betriebskosten sowie eine höhere Verfügbarkeit", heißt es aus dem Haus Schaeffler.

Da Durasense eine bedarfsgerechte Schmierung ermöglicht, lassen sich nach Herstellerangaben in der Praxis bis zu 30 % Schmierstoff einsparen. "Besonders vorteilhaft wirkt sich dies beispielsweise bei Maschinen mit Kühlschmiermitteleinsatz aus, da der Aufwand für die spätere Ölabscheidung signifikant geringer wird", verdeutlichen die Experten.

In der Praxis hat sich lauf Schaeffler auch gezeigt, dass Montagefehler und bei der Montage beschädigte Laufwagen noch vor der Inbetriebnahme der Anlage von Durasense sicher erkannt werden. Damit erspart das System dem Maschinenhersteller gegebenenfalls Reparaturen und Verzögerungen bei der Inbetriebnahme beim Endkunden. Des Weiteren ist geplant, aus den Durasense-Daten Beschädigungen an den Linearführungen, wie Pitting oder Überrollungen von Fremdkörpern, abzuleiten.

Kundenstatement

Zusätzlich zu den beschriebenen Kernfunktionen von Durasense stellt Schaeffler seinen Kunden künftig über eine optionale Profinet-Schnittstelle die Rohdaten der Schwingungssensoren zur Verfügung. "Diese Funktionalität wurde von Kunden nachgefragt, die in Durasense eine Möglichkeit sehen, ein Monitoring des Maschinenzustands zu realisieren", heißt es von Unternehmensseite. Im ersten Schritt ist dies die Profinet-Schnittstelle, weitere Feldbusschnittstellen werden folgen bzw. sind auf Kundenanfrage möglich. Paolo Matassoni, Leiter der Entwicklung bei Andritz Kaiser, Hersteller von Stanzpress-Automaten, erklärt: „Für eine Datenanalyse des Maschinenzustands ist die Position der Sensoren ideal, da sie genau zwischen statischem und bewegtem Maschinenteil befestigt sind. Wir setzen Durasense in unserer neuesten Maschine, der Top Line 2000 ein. Nun geht es darum, die aufgenommenen Daten in eine verständliche Sprache umzuwandeln.“

Nachrüst-Kit

Da in der produzierenden Industrie viele Maschinen und Anlagen mitunter über Jahrzehnte im Einsatz sind, bietet Schaeffler nun auch ein Nachrüst-Kit für Durasense an. Bei einem turnusmäßig anstehenden Austausch der Führungswagen erhält der Kunde neue Führungswagen mit Sensor. Sollen jedoch die Führungswagen aufgrund geringer Laufleistung beibehalten werden, lassen sich die Sensoren mittels neuem Adapterkit an die Führungswagen montieren. Dieses eignet sich auch hervorragend, um erste Tests mit dem System durchzuführen und die Funktion von Durasense kennenzulernen", geben die Schaeffler-Experten an.

Schaeffler (ih)

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