Kleine Schritte in Richtung Zukunftssicherheit

Smart Sensor

Der ABB Ability Smart Sensor verwandelt Motoren in intelligente, drahtlos vernetzte Geräte. (Quelle: ABB)

Dank Plug-and-play-Produkten ist der Einstieg in die Digitalisierung einfacher geworden. So lassen sich etwa mit dem ABB Drive Connectivity Panel unter Nutzung aktueller Mobilfunk-Technologien, wie NarrowBand IoT (NB-IoT) und Blue­tooth, Frequenzumrichter aus verschiedenen industriellen Umgebungen digitalisieren und an die Cloud anbinden. Dabei ist das Panel aufgrund seiner identischen Dimensionen einfach auf die bestehenden Frequenzumrichter aufsteckbar. Dank seines großen Funktionsumfangs lässt sich eine Vielzahl an Informa­tionen aus dem Inneren des Frequenzumrichters leicht les- und visualisierbar aufbereiten. Kunden können damit unter anderem auf Einstellungen des Motorverhaltens, Regelungsmakros, Diagnosen sowie auf Daten zur Energieeffizienz und zu Energieeinsparungen zugreifen. Darüber hinaus gewährleistet die Remote-Unterstützung den Zugang zu ABB-Expertenwissen für die Analyse von Problemen vor Ort.

Heute und morgen

Die Vision einer vollkommen digitalisierten Welt ist geprägt von gänzlich autonomen Fabriken, deren Umsetzung erhebliche Umstrukturierungen und Investitionen erfordert. In der Realität stehen digitale Services schon heute nahezu jedem Unternehmen zur Verfügung. Im Zuge einer fortschreitenden Entwicklung können sie sukzessive eingeführt werden.

Den nächsten Schritt, den digitale Technologien ermöglichen, stellen Full-Service-Verträge dar, bei denen der Anbieter für die Ergebnisse seiner Arbeit selbst verantwortlich ist. Mit anderen Worten: Der Kunde wird zukünftig garantierte Betriebszeit, Produktivität, Energieeffizienz oder einen anderen KPI kaufen. Dies wird die ­Beziehung zwischen Dienstleistern, Kunden und anderen Unternehmen, die nun zu Partnern werden, grundlegend verändern.

Am Ende werden diese Partnerschaften Teil eines Ökosystems sein, das Serviceanbieter zusammenbringt, die zum Gesamt­ erfolg eines Unternehmens beitragen. Das können Versicherungen, Investment- und Pensionsfonds, Finanzinstitute und Unternehmen aus den Bereichen Cybersecurity, KI und maschinellem Lernen sein. Solche Ökosysteme werden nicht nur das bestehende System verändern, sie werden vor allem die zukünftige Servicewelt prägen. Die Geschichte der industriellen Standardisierung zeigt eine Parallele zu einer derartig wechselseitigen Beziehung auf: Unternehmen verständigen sich auf gemein­same Standards, um den Geschäftsbetrieb für alle einfacher und effizienter zu gestalten. Im digitalen Bereich ist eine solche Standardisierung jedoch noch nicht sehr weit fortgeschritten. Bis es soweit ist, sollten Unternehmen die Vorteile in Bezug auf Zuverlässigkeit, Sicherheit und Rentabilität der heute verfüg­baren digitalen Servicelösungen nutzen. Sie waren noch nie so leicht zugänglich und erschwinglich wie heute.

Michael Pfeffer
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