Vorteile durch Software-Building-Blocks

 „aReady.IOT“ vereinfacht eine sichere IT/OT-Konvergenz vom COM bis in die Cloud.

Bild 02: „aReady.IOT“ vereinfacht eine sichere IT/OT-Konvergenz vom COM bis in die Cloud. Die IoT-Software- und Hardware-Building-Blocks vereinfachen die nahtlose Kommunikation und Datenübertragung zwischen verschiedenen Systemen und Geräten. (Quelle: Congatec)

Die ersten „aReady.COM“ sind mit Hypervisor-on-Module, „ctrlX OS“ von Bosch Rexroth sowie IEC-62443-konformen Echtzeit-Linux- und Ubuntu-Pro-Betriebssystemen erhältlich.

Bild 03: Die ersten „aReady.COM“ sind mit Hypervisor-on-Module, „ctrlX OS“ von Bosch Rexroth sowie IEC-62443-konformen Echtzeit-Linux- und Ubuntu-Pro-Betriebssystemen erhältlich. (Quelle: Congatec)

Mit „aReady.VT“ für die Systemkonsolidierung und „aReady.IOT“ für die IIoT-Vernetzung hat sich Congatec zum Ziel gesetzt, genau diese Aufgaben zu erfüllen. Über die „aReady.VT“-Virtualisierungstechnologie lassen sich Funktionen, für die bisher meh rere dedizierte Systeme erforderlich waren, auf einer einzigen Hardwareplattform konsolidieren, zum Beispiel der IoT-Connector für die IT/ OT-Konvergenz (Bild 1). Er lässt sich auf Computer-on-Modules effizient über eine virtuelle Maschine einbinden. Durch die reduzierte Systemanzahl können Baugröße, Gewicht, Stromverbrauch und Kosten von Embedded Computing-Applikationen reduziert werden. „aReady.VT“ unterstützt die gesamte Bandbreite der x86er-Computer-on-Modules des Unternehmens, angefangen bei Low-Power-Modulen bis hin zu leistungsstarken Server-on-Modules. Diese Funktionalität implementiert Congatec mit Hypervisor-on-Module bereits applikationsfertig auf allen aktuellen x86-Modulen. Durch die Systemkonsolidierung werden die Time-to-Market verkürzt und die Systemfunk tionalität optimiert.

Unter dem Begriff „aReady.IOT“ werden applikationsfertige Software-Building-Blocks zusammengefasst (Bild 2). Kunden können diese bedarfsgerecht einzeln anwenden, um für die erfolgreiche Digitalisierung genau die erforderliche Funktionalität umzusetzen. „aReady.IOT“ vereinfacht eine sichere IT/OT-Konvergenz vom COM bis in die Cloud. Die IoT-Software- und Hardware-Building-Blocks ermöglichen die nahtlose Kommunikation und Datenübertragung zwischen verschiedenen Systemen und Geräten. So können Unternehmen ihre Produktionsprozesse optimieren, die Effizienz steigern und Kosten senken. „aReady.IOT“ bietet dafür intrinsische Sicherheitsfunktionen, um sensible Daten vor Cyber-Bedrohungen zu schützen und die Integrität des Betriebs zu gewährleisten.

Das Leistungsspektrum der umsetzbaren Funktionen umfasst unter anderem:

  • Remote-Zugriff auf Device-Informationen, wie Seriennummern, Softwarestände, Spannungen oder Temperaturen,
  • Abfrage der Zustandswerte angeschlossener Peripheriegeräte und Sensoren, die beispielsweise Daten für Beschleunigung, Druck oder Vibrationen liefern können,
  • Fernsteuerung von Geräten,
  • Visualisierung der Informationen auf einem Dashboard oder am digitalen Zwilling sowie
  • Automatisierung von Prozessen.

Das Besondere an „aReady.IOT“ ist, dass Kunden ihre IIoT-Anbindung nicht programmieren, sondern über ein Webinterface parametrieren. So erhalten sie hohe Flexibilität, kombiniert mit dem Komfort fertiger Apps.

Applikationsfertige COM

Im Zuge seiner „aReady.“-Strategie bietet Congatec „aReady.VT“ und „aReady. IOT“ applikationsfertig und auf Wunsch entsprechend Kundenanforderungen einsatzbereit konfiguriert auf den neuen Computer-on-Modules „aReady.COM“ in einem Package an. Die „aReady.COM“ integrieren applikationsfertige Hypervisor-, Betriebssystem- und IIoT-Softwarekonfigurationen, die Kunden bedarfsgerecht zusammenstellen können (Bild 3). Entwickler können diese individuell konfigurierten Module sofort booten und anschließend ihre Applikationen installieren. Auf Wunsch implementiert Congatec auch fertige Images inklusive Applikationssoftware. So lassen sich die Module direkt vor Ort beim Endkunden bei der Inbetriebnahme installieren, was die nötigen Arbeitsschritte, Supply-Chain und Lagerhaltung effizienter gestaltet. Für welchen Integrationsgrad sich Kunden auch entscheiden, „aReady.COM“ reduzieren die Komplexität des Integrationsaufwands unterhalb des Application Layers und für die vielfältigen IIoT-Funktionalitäten eines Embedded- und Edge-Computing-Systems auf ein Minimum.

Praxisbeispiel

Ein konkretes Beispiel ist ein Roboterarm mit stereoskopischer Kamera zur Objekt- und Lageerkennung. Hier werden die verschiedenen Aufgaben auf einem System konsolidiert, jedoch ohne die Aufgaben unter einem OS zusammenzufassen.

So werden eigene virtuelle Systeme angelegt für:

  • Steuerung in Echtzeit,
  • HMI,
  • KI-Inferenz-basierte Objekterkennung sowie
  • IoT-Anbindung für eine abgesicherte IT/OT-Vernetzung für Predictive Maintenance und neue Geschäftsmodelle, wie Robot-as-a-Service (RaaS). Ein Markt, der bis 2028 auf 4 Mrd. US-$ mit einer CAGR von 17,4 % anwachsen soll. (www.researchandmarkets.com/reports/5744582/ robotics-service-market-type-personal ).

Die Systemkonsolidierung ermöglicht es, diese Aufgaben auf einem Computer-on-Module zu konsolidieren. Durch einen Hypervisor sind sie dennoch voneinander separiert. So wird aus mehreren Systemen nur noch ein System, das Ressourcen ideal nutzt sowie weniger Platz und Verkabelung benötigt. Das reduziert die System- und Installationskosten und erhöht gleichzeitig die Zuverlässigkeit.

Literatur

  1. Congatec GmbH, Deggendorf: www.congatec.com 

 

Andreas Bergbauer ist Manager Solution Management bei der Congatec GmbH in Deggendorf.
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