Nach leichten Umsatzeinbußen im ersten Quartal 2020 ginden die Umsätze in der Sensorik und Messtechnik im zweiten Quartal um weitere 8 % zurück. (Quelle: AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. (AMA))

Nach leichten Umsatzeinbußen im ersten Quartal 2020 ginden die Umsätze in der Sensorik und Messtechnik im zweiten Quartal um weitere 8 % zurück. (Quelle: AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. (AMA))

Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. (AMA) hat wieder seine rund 450 Mitglieder zur wirtschaftlichen Entwicklung befragt. Laut eigenen Angaben erwirtschaftete die Branche im zweiten Quartal 2020 ein Umsatzminus von 8 %, verglichen mit dem Vorquartal. 

Interessant ist dabei, dass große und kleine bis mittelgroße Unternehmen (KMU) eine ähnliche Umsatzentwicklung zeigen, die Erwartungen jedoch unterschiedlich ausfallen. Hatten die KMU im ersten Quartal einem Umsatzrückgang von 14 % vorausgesagt, erwirtschafteten diese mit - 8 % ein weniger negatives Ergebnis als erwartet. Für das laufende Quartal rechnen die KMU mit einem Minus von 3 %. Die großen Unternehmen erwarteten einen Rückgang um  3 % und müssen einen Umsatzrückgang von 9 % verkraften. Für das dritte Quartal rechnen die großen Unternehmen mit - 1% Umsatz. 

 
Entwicklung der wichtigsten Absatzmärkte im zweiten Quartal

Die Absatzmärkte der Sensorik- und Messtechnikunternehmen entwickeln sich im zweiten Quartal ebenfalls unterschiedlich. Positiv zeigte sich lediglich die Absätze in die Gebäude und Heizungs-, Lüftung- und Klimabranche. Die Medizintechnik verzeichnete insgesamt leichte Rückgänge.

Die stärksten Absatzrückgänge mussten die Lieferanten hinnehmen, die in die stark sensorgetriebenen Branchen Automobil, Mobilität, Maschinenbau und Elektrotechnik liefern. Dort trüben sich auch die Erwartungen für das laufende Quartal deutlich ein. Zuversichtlich zeigen sich hingegen die Zulieferer in die Halbleiter- und Medizintechnik und in die eigene Branche der Sensorik und Messtechnik.

„Die gesamte deutsche Wirtschaft erlebte im ersten Halbjahr einen deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung,“ sagt Thomas Simmons, AMA Geschäftsführer. „Nachfolgend zieht diese Entwicklung auch die Sensorik und Messtechnik in einen Abwärtstrend. Die schwache Nachfrage aus dem Ausland flankiert diese Absatzentwicklung zusätzlich. Wie stark der Einbruch für die Sensorik und Messtechnikhersteller wird, lässt sich gegenwärtig noch nicht quantitativ einschätzen.“  

AMA (no)

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