(Quelle: Baumer)

Kurze Produktbeschreibung

Der OXM 200 ist eine Edge-Computing-Sensorlösung zur smarten Positionierung von Werkzeugen und Objekten in der Robotik, Intralogistik und in Bearbeitungsmaschinen. Im Positionierungssensor OXM 200 sind sieben verschieden Mess- und Auswertefunktionen integriert. Diese können mit dem Webbrowser über ein intuitives grafisches User Interface einfach konfiguriert und verkettet werden, um individuelle mehrdimensionale Positionierungsaufgaben mit einer Präzision von bis zu 5 µm zu lösen. Dabei erfolgt die komplette Verarbeitung der Messwerte (600 einzelne Abstandswerte) im Sensor. An nachfolgende Steuerungs- und ggf. Analysesysteme wird nur der resultierende X/Z-Positionswert in der gewünschten Einheit, z.B. Millimeter, übermittelt. Die Kommunikation erfolgt beispielsweise über Profinet, Ethernet/IP oder Modbus TCP oder auch OPC UA, UDP oder IO-Link. Damit ist sowohl eine einfache Integration in die lokale Steuerungsumgebung möglich als auch eine Kommunikation z.B. in darüber gelagerte Cloud-Lösungen. Zur einfachen Projektierung sind die optischen Strahlverläufe des Sensors bereits in die mitgelieferten CAD-Modelle integriert. Dieser erste Schritt zum digitalen Zwilling erlaubt es Konstrukteuren, bereits im CAD-Modell mögliche Abschattungen oder Störquellen zu identifizieren und damit Engineering-Prozesse zu beschleunigen. Für effiziente OK/NOK-Prüfungen ist zudem ein "Profile-Matcher" integriert. Damit werden auch Qualitäts-Check einfach "am Edge" gelöst ohne zusätzliche SW/HW und spezielles Know-how.

Inwieweit erfüllt Ihr Produkt Kriterien, die es zu einer Industrie-4.0-Innovation machen?

Der neuartige Sensor ist richtungsweisend für die Verbreitung smarter Edge-Devices. Anspruchsvolle Aufgaben werden durch Messwerkzeuge direkt im Sensor gelöst. Anwendungen lassen sich einfach durch Konfiguration in einer intuitiven grafische Benutzeroberfläche umsetzen. Es sind weder weitere Software noch Hardware oder spezifisches Know-how nötig. Durch I4.0-fähige Kommunikation über OPC UA und über Feldbusse werden Automatisierungssysteme und auch Cloud-Anwendungen einfach eingebunden.

Welchen Nutzen bringt Ihr Produkt für den Kunden?

Der OXM ist in Schutzart IP65 ausgeführt. Durch die sehr kompakte Bauform und POE-Stromversorgung ist die Robotik-Integration sehr einfach. Die Messaufgabe kann über eine intuitive Bedienoberfläche direkt im Sensor konfiguriert werden. Der Entwickler "sieht, was der Sensor sieht" und kann individuelle Anwendungen schnell und sehr präzise umsetzen. Mit den im CAD-Modell integrierten Strahlverläufen kann der Konstrukteur bereits im CAD-System ohne weitere Aufwände den optimalen Montageort bestimmen. Dies beschleunigt das Engineering und reduziert Fehlermöglichkeiten. Die Steuerungsintegration ist durch eine breite Auswahl an Schnittstellen (Profinet, Ethernet/IP, OPC UA, IO-Link, Modbus TCP) besonders effizient. Die zusätzliche Möglichkeit der Kommunikation direkt in die Cloud macht die Lösung zukunftssicher, ohne hohe Aufwände in die Adaptation bereits bestehender Systeme. Da weder spezifisches Programmier-Know-how, noch zusätzliche Hard- und Software erforderlich sind, lassen sich Anwendungen wirtschaftlich lösen (TCO).

Wurden die genannten Alleinstellungsmerkmale bzw. der Kundennutzen bereits in einer praktischen Anwendung nachgewiesen?

Der smarte Positionierungssensor OXM 200 hat unter anderem die vollautomatische Galvanisierung bei einem Beschichtungsunternehmen in der Schweiz ermöglicht. Im Zentrum liegt dabei die Erfassung der einzelnen Haken an den Galvanikgestellen: Der OXM 200 erfasst und meldet die unterschiedlichen Hakenpositionen und liefert so die Koordinaten, damit der Roboter vor dem Galvanikbad jeden Haken korrekt mit Einzelteilen bestücken kann. Das funktioniert nur dank der hohen Leistungsfähigkeit und Genauigkeit des OXM 200. „Wir mussten eine Sensorik einbauen, welche die sehr dünnen Haken erkennt und exakt einmisst. Und zwar nicht nur in zwei Dimensionen, sondern im dreidimensionalen Raum“, erklärt Markus Roth, Inhaber von Roth Technik, das die Robotiklösung umgesetzt hat. Ein großer Vorteil: Der OXM 200 gibt dank im Sensor integrierter, leistungsstarker Mess-Tools die Messwerte für die X- und Z-Koordinaten direkt in mm aus. Das reduziert den Berechnungsaufwand in der Steuerung . "Auf der Softwareseite bedeutet das einen geringeren Integrationsaufwand. Wir können das Projekt dadurch schneller implementieren", sagt M. Roth. Dank Power over Ethernet (PoE) genügt ein einziges Kabel, um den Sensor an die Steuerung anzubinden und mit Strom zu versorgen – für die Montage auf einem mobilen Roboterarm ein wichtiges Detail.

Baumer

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