(Quelle: MB Connect Line)

Kurze Produktbeschreibung

Die Hardwarebasis der IIoT-Gateways bilden die Industrie-Router "mbNET.rokey" mit integriertem Schlüsselschalter. Sie bieten alle relevanten Schnittstellen und Industrieprotokolle, wie S7-ISOTCP, Modbus-TCP, OPC-UA, MPI- und Profibus, sowie zahlreiche serielle Protokolle.
Die Erweiterung "mbEDGE" ist eine flexible und offene Edge-Computing-Plattform zur Realisierung von kundenspezifischen IIoT-Anwendungen. Sie basiert auf der Container-Virtualisierung Docker. Der Anwender kann seine Applikation, je nach Funktionalität, in mehrere Teilbereiche gliedern, die in verschiedenen Docker-Containern getrennt voneinander ausgeführt werden. Sie sind untereinander und vom Router-Betriebssystem isoliert, was für zusätzliche Sicherheit sorgt. So können in einem Container die SPS-Daten in Echtzeit erfasst werden, während in einem anderen Container die Cloudanbindung läuft, um verschiedene Cloud Services zu nutzen, beispielsweise für die Langzeitarchivierung der Daten oder um übergeordnete Algorithmen mit Daten zu füttern. 

Die Router haben sich in vielen Anwendungen zur weltweiten Fernwartung von Maschinen und Anlagen bewährt. Mit einem 1-GHz-Prozessor und 512 MB Ram bietet der Router eine leistungsfähige und sichere Plattform für das IIoT-Gateway. Ein Security-Chip (Secure Element) dient als sicherer Safe für Passwörter, Zertifikate und Schlüssel. Diese sind weder auslesbar noch manipulierbar – auch nicht durch einen Hardware-Hack.

 

Inwieweit erfüllt Ihr Produkt Kriterien, die es zu einer Industrie-4.0-Innovation machen?

Qualitativ hochwertige Daten sind die Voraussetzung für eine Vielzahl von Industrie-4.0-Anwendungen, sei es beispielsweise die Produktionsoptimierung durch KI-Modelle oder die Erfassung von Zustandsdaten für die prädiktive Instandhaltung. Eine innovative Lösung zeichnet sich dadurch aus, dass sie flexibel an geänderte Bedingungen angepasst werden kann – und dass sie automatisiert ausgerollt werden kann. Dafür bietet das Container-Ökosystem von "mbEDGE" ideale Voraussetzungen.

 

Welchen Nutzen bringt Ihr Produkt für den Kunden?

Der Hauptnutzen für den Kunden ist die Flexibilität des Docker-Systems auf den Industrie-Routern. Alle Ressourcen und Schnittstellen der Router sind nutzbar. Je nach Anforderung kann der Anwender im mitgelieferten Node-Red-Container per Low-Code Applikationen erstellen. Oder er erzeugt mit seiner gewohnten Engineering-Umgebung einen entsprechenden Docker-Container, der dann auf dem Router installiert wird. Die benötigte Funktionalität in Form eines Docker-Containers kann auch bei einem entsprechenden Dienstleister zugekauft werden. Mit dem entsprechenden Know-how und den passenden Tools lässt sich die Distribution der Docker-Container auch automatisieren. Das kommt dann zum Tragen, wenn hunderte oder tausende IIoT-Gateways upgedatet werden sollen. Das ist übrigens eher die Regel als die Ausnahme – IIoT-Lösungen sind in der Praxis hochdynamische Anwendungen, die regelmäßig neue Erkenntnisse bringen und entsprechend angepasst werden müssen.

 

Wurden die genannten Alleinstellungsmerkmale bzw. der Kundennutzen bereits in einer praktischen Anwendung nachgewiesen?

Das Unternehmen Codestryke bietet mit der Software Vergelink eine Middleware als Bindeglied zwischen den Maschinendaten und der Cloud. Vergelink ist mit allen namhaften Cloud Services nutzbar und unterstützt anlagenseitig alle Schnittstellen und Industrieprotokolle der Industrie-Router.

Realisierte Anwendungen

  • Zustandsorientierte Instandhaltung: Defekte Komponenten sollen erkannt werden, bevor es zu einem Anlagenausfall kommt. Schäden können sich bei einem mechanischen Lager durch zunehmende Vibrationen oder bei einem Motor durch eine steigende Stromaufnahme ankündigen. Die Reparaturen sind dann in einem vorher definierten Zeitfenster ausführbar, ohne dass der Produktionsablauf gestört ist.
  • Zusätzliche Dienstleistungen: Der Anlagenbauer kann den Betreibern der Anlagen zusätzliche Serviceleistungen anbieten, etwa die Lieferung von Roh- oder Verbrauchsmaterial just in time an die Anlage.
  • Pay-per-use-Modelle: Der Kunde spart sich die Investitionskosten für eine Anlage und bezahlt nur die produzierten Teile. Der Maschinenbauer kennt jederzeit den genauen Zustand seiner Anlage und kann die vertragsgemäße Verfügbarkeit sicherstellen.

Zur Abstimmung

MB Connect Line GmbH

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