Unter dem Namen io-key bietet Autosen eine Komplettlösung, die sich aus Gateway, integrierter SIM-Karte und Cloudumgebung zusammensetzt, und den schnellen Einstieg in IoT-Projekte ermöglicht (Quelle: Autosen)

Das zeitnahe Monitoring der Gesamtanlageneffektivität (Overall Equipment Effectiveness – OEE) ist die Basis für die Optimierung der Produktivität, Qualität und Wirtschaftlichkeit von Maschinen oder Anlagen. io-OEE ermöglicht es, dafür notwendige Kennziffern, wie Stück- und Ausschusszahlen, besonders einfach über Sensoren zu erfassen und in Echtzeit zu überwachen und zu analysieren. io-OEE basiert auf der Software-as-a-Service-Lösung MIM.365. Diese wurde von IMB für fertigende Unternehmen und die produzierende Industrie entwickelt und ist mittlerweile in mehr als zehn Ländern auf drei Kontinenten im Einsatz. Über MIM.365 können Produktionsdaten direkt aus der Maschine oder der Steuerung in eine Office-Umgebung oder in standortübergreifende Manufacturing Dashboards überführt werden. Aktuell werden nach Unternehmensangaben ca. 4.000 Maschinen mittels MIM.365 überwacht – in kleineren Produktionsbetrieben ebenso wie standortübergreifend in global agierenden Unternehmen. Mithilfe der Daten können dann unter anderem Anlagenzustände erfasst, analysiert und prognostiziert werden, um die Effektivität im Fertigungsprozess zu steigern und die Lebensdauer der Assets zu erhöhen. Maschinenhersteller wiederum nutzen die Technologie für neue Geschäftsmodelle, wie Equipment as a Service oder Pay per Use.

Automatisierte Connectivity

Herzstück der neuen io-OEE-Lösung ist eine standardisierte, möglichst einfache Connectivity zu den Maschinen im Feld, unabhängig von deren Lage oder den baulichen und technischen Gegebenheiten vor Ort. Diese wurde über den io-key realisiert. „Keep it as simple as possible – der io-key verkörpert wie kaum ein anderes Device den Kern unserer Unternehmensphilosophie“, so Michael Bruckberger, Geschäftsführer der IMB Beratung für Industrieautomation GmbH. Der io-key erkennt über das IO-Link-Protokoll automatisch die serienmäßig oder im Zuge eines Digitalisierungsprojekts nachträglich an den Maschinen installierten Sensoren und überträgt die Daten in die MIM.365-Produktionsdatenbank. Dazu nutzt er die Kommunikationstechnologien NB-IoT und (seit Juni 2020) LTE Cat-M1. Sie ermöglichen einen unterbrechungsfreien Datentransfer selbst unter ungünstigen räumlichen Bedingungen – auch im Keller oder in Gebieten mit schwacher Mobilfunkabdeckung. An Standorten, an denen die NB-IoT-und LTE-Cat-M1-Funknetze noch nicht vollständig ausgebaut sind, greift das Gateway auf den bewährten 2G-Standard zurück. In der MIM.365-Applikation wird der Sensor über Stammdaten so verwaltet, dass eine automatische Zuordnung zur Maschine im entsprechenden Produktionsstandort sofort möglich ist. Der gesamte Prozess vom Erkennen einer Meldung über den automatisierten Datentransfer bis zur Anlage des Datenpunkts in der Datenbank und der Visualisierung im Produktionsdashboard dauert mit dem io-key nach Herstellerangaben weniger als eine Minute. Alternativ ist auch die Übertragung von Informationen aus der SPS über den io-key möglich. Auch bei diesem etwas aufwändigeren Verfahren nimmt die erste Inbetriebnahme laut Autosen weniger als eine Stunde in Anspruch.

„Wir wissen, dass eine problemlose und schnelle Connectivity der Schlüssel für ein erfolgreiches Projekt ist. Deswegen wollen wir es unseren Kunden so einfach wie möglich machen. Der io-key ist dafür die ideale Basis“, so M. Bruckberger. Als Teil des io-key-Ecosystems werde IMB nun künftig mit den Partnerunternehmen an der Entwicklung und Realisierung neuer Geschäftsmodelle auf Grundlage von OEE- und Sensordaten arbeiten, speziell im Bereich der Predictive Analytics und im After Sales der Maschinenhersteller.

Autosen (ih)

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