Weitere Details zu Omlox

Eberhard Wahl, Head of Product Management bei Trumpf Werkzeugmaschinen und Leiter des Arbeitskreises Omlox Use Cases bei PI (Quelle: Trumpf)

Die Omlox-Partnerunternehmen haben die Fortentwicklung und Verbreitung ihres offenen Standards für industrielle ­Ortungstechnologien im Juli offiziell der Profibus & Profinet ­International (PI) anvertraut. Ausschlaggebend für die Wahl dieser Organisation war die 30-jährige Erfahrung von PI in der anwenderorientierten Entwicklung und erfolgreichen weltweiten Vermarktung von Technologien. „Wir sehen in Omlox eine sehr gute Ergänzung zu den bestehenden ­Industrie-4.0-gerichteten Entwicklungsaktivitäten der PI-Technologien und haben daher das Angebot gerne angenommen, die Ortungstechnologie Omlox in unser Portfolio aufzunehmen", sagt Karsten Schneider, Vorstandsvorsitzender der Profibus Nutzerorganisation e. V. (PNO) und PI-Chairman.

Bereits im April 2020 wurde gemäß den internen Regeln unter den Mitgliedern eine Abstimmung zur Bestätigung der Aufnahme der Ortungstechnologie Omlox in das Technologieportfolio der PNO sowie zur Gründung des Committees D Omlox durchgeführt. Damit war der organisatorische Grundstein gelegt. Daraufhin haben der Vorstand und Beirat im Juni Dr. Matthias Jöst (Heidelberg Mobil International GmbH) zum Committee-Leiter gewählt und als Infrastruktur für die Umsetzung der anstehenden Arbeiten die fünf Omlox-Arbeitskreise (Use Cases, Hub, Core Zone, Marketing, Quality-Test) gegründet sowie die Arbeitskreisleiter ernannt. Basis für den Start der Arbeiten im Rahmen der ­gegründeten Arbeitskreise bildet die erste Version der Omlox-Technologie, die im Rahmen des virtuellen Go-Live-Events am 29. Juni 2020 formal an PI übergeben wurde.

Die Technologie Omlox ist – ähnlich IO-Link – technologisch von Profibus und Profinet unabhängig. Die Arbeitskreise werden daher in ihren Aktivitäten eigenständig operieren, können sich aber bei Bedarf an der Erfahrung der existierenden Arbeitskreise bedienen. Als Vorteile der Angliederung an die PNO werden die Nutzung von etablierten weltweit vernetzten Strukturen sowie das bewährte Regelwerk für die Arbeit der Gremien, die Handhabung von IP, wie Patente und Copyrights, sowie die Nutzung der bestehenden Kontakte der regionalen PI Associations, Competence Center und Training Center zu den Industrieunternehmen der ­Re­gionen genannt.

„Omlox kommt für uns – vor dem Hintergrund der strategischen Entscheidung, PI als Organisation zum Träger von Technologien für die Produktion der Generation Industrie 4.0 zu entwickeln – wie gerufen", so K. Schneider. „Wir werden alles daransetzen, Omlox als offene Technologie im Sinne der Anwender fortzuentwickeln und durch unsere weltweit verteilte Organisationsform zu verbreiten."

Gewinner des Hermes Award 2020

Im Rahmen der Hannover Messe Digital Days im Juli 2020 wurde Trumpf Werkzeugmaschinen mit dem Hermes Award für seine Omlox-Technologie ausgezeichnet. Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft und Vorsitzender der Jury für den Hermes Award, sagte: „Der Hermes Award zeichnet jedes Jahr herausragende, innovative Produkte aus. Auch in diesem Jahr haben wir unter den zahlreichen Bewerbungen einen würdigen Preisträger gefunden: Trumpf Werkzeugmaschinen weist einen Weg in eine vielseitig nutzbare, standardisierte und dennoch flexible Produk­tionsumgebung. Ausgezeichnet wird der erste offene und interoperable Standard für Ortungsdienste im industriellen Umfeld. Er wurde im Schulterschluss mit 60 Indus­trieunternehmen entwickelt. Über die integrative Lösung wird der Einsatz von Hardware und Software verschiedener Hersteller bis hin zum Plug-and-play erleichtert – ein Schritt, der von Unternehmen durchweg als sehr hilfreich bewertet wird."

Inge Hübner
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