Abbildung zum Thema Partnerschaft, Zusammenarbeit, Kooperation

(Quelle: Adobe Stock / Vittaya_25)

Anlässlich der strategischen Partnerschaft hat Atlas Copco ein freiwilliges öffentliches Angebot in Höhe von 50 € in bar je Isra-Aktie abgeben. Der Angebotspreis entspricht einer Prämie von 29 % auf den volumengewichteten Durchschnittskurs der letzten drei Monate vor der Ankündigung und einer Prämie von 43 % auf den Schlusskurs vom 7. Februar 2020. E. Ersü und weitere Mitglieder des Managements und des Aufsichtsrats von Isra, die gemeinsam über einen Aktienanteil von rund 29 %verfügen, hatten bereits unwiderrufliche Andienungsvereinbarungen unterzeichnet. Insgesamt hat sich Atlas Copco durch unwiderrufliche Andienungsvereinbarungen und einen Aktienkaufvertrag mit einem institutionellen Investor rund 35 % aller ausstehenden Isra-Aktien gesichert. Im Anschluss an den Vollzug des öffentlichen Angebots soll ein Delisting-Angebot erfolgen.

Die Hintergründe

Isra-Gründer E. Ersü hat in den vergangenen 35 Jahren ein Technologieunternehmen aufgebaut, das heute rund 900 Mitarbeiter an 25 Standorten weltweit beschäftigt. Isra startete als Ausgründung der Technischen Universität Darmstadt. Der Firmengründer wird in diesem Jahr 67 Jahre alt und sucht bereits seit Längerem nach einer Konzeption, mit der sein Unternehmen in die nächste Dimension seines Wachstums gehen kann. Eine Nachfolge aus der Familie ergab sich nicht – und auch andere Lösungen überzeugten ihn nicht. "Eine strategische Partnerschaft bietet den Rahmen, dass Isra weiterhin Zukunftsvisionen realisieren, Marktpotenziale ausschöpfen, die Kontinuität ihres Geschäfts fortsetzen und ihre Wachstumsstrategie verfolgen kann. Mit einem strategischen industriellen Partner kann Isra die Schwerpunkte weiterentwickeln, die das Unternehmen erfolgreich für seine Märkte gesetzt hat", heißt es in einer Pressemeldung.

Die Integrationspläne

Mit den Geschäftsbereichen Oberflächeninspektion und 3D Machine Vision ist Isra Teil der langfristigen Strategie von Atlas Copco. Ziel ist es, das Geschäft weiter auszubauen. In dem BCA haben beide Firmen wichtige Eckpunkte der Partnerschaft vereinbart, die die Interessen der Kunden und Mitarbeiter von Isra sichern sollen.

Atlas Copco hat seinen Hauptsitz in Stockholm. Das Unternehmen hat Kunden in über 180 Ländern und beschäftigt etwa 39.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Umsatzerlöse lagen im Jahr 2019 bei 104 Mrd. SEK (rund 10 Mrd. €). Der Konzern ist seit über 65 Jahren in Deutschland präsent und hat sowohl in Deutschland als auch weltweit zahlreiche Unternehmen integriert.

Machine Vision wird als eine Schlüsseltechnologie gesehen, die es Kunden aus unterschiedlichsten Branchen ermöglicht, ihre Produktion zu digitalisieren, und ist Teil der langfristigen Strategie von Atlas Copco. Deshalb möchten die Schweden den Fokus stärker auf industrielle Automatisierung richten und eine Division für Machine Vision schaffen. Isra soll der Nukleus dieser neuen Division im Konzernbereich Industrial Technique von Atlas Copco werden. Dieser soll über ein globales Netzwerk industrielle Automatisierungssysteme und -lösungen, Produkte für die Qualitätssicherung sowie Industriesoftware anbieten.

Als neue Division im Konzernbereich Industrial Technique soll Isra eigenständig agieren und ihre Marke weiterführen. Darüber hinaus haben sich die Partner darauf verständigt, die globale Präsenz und die Standorte von Isra beizubehalten und die Erweiterung der Zentrale in Darmstadt fortzuführen.

E. Ersü ist überzeugt, in der Atlas-Copco-Gruppe einen strategischen industriellen Partner gefunden zu haben, mit dem sein Unternehmen ihren Wachstumspfad auf den Feldern Surface Vision und 3D Machine Vision weiter verfolgen, ihre Innovationspipeline weiter füllen und ihr Team kontinuierlich stärken und vergrößern kann.

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