Energiekonzept verschafft Vorsprung

Die Entnahmeeinheit greift vier Becher aus der geöffneten Spritzgussmaschine und fährt anschließend zur Dreheinheit.
Bild 02: Die Entnahmeeinheit greift vier Becher aus der geöffneten Spritzgussmaschine und fährt anschließend zur Dreheinheit. (Quelle: SEW)
Die Ansprüche an die Technik zur Entnahme der fertigen Plastikbecher aus der Spritzgussanlage hoch.
Bild 03: Angesichts von Millionenstückzahlen sind die Ansprüche an die Technik zur Entnahme der fertigen Plastikbecher aus der Spritzgussanlage hoch. (Quelle: SEW)

Ilsemann Automation gehört zu den weltweit agierenden Zulieferern für Handlingssysteme in der Spritzgusstechnik. Die Anlagen sind auf allen Kontinenten im Einsatz. Mit der gemeinsam mit SEW-Eurodrive neu konzipierten Energieversorgung haben sich die Bremer einen Wettbewerbsvorsprung gesichert. Das maßgebliche Alleinstellungsmerkmal ist die Robustheit gegenüber Spannungsschwankungen. Die Anlagen lassen sich dank der Zwischenspeicherung ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen auch in Ländern mit eingeschränkter Netzqualität einsetzen.

Das Ausgleichen von Netzschwankungen ist deshalb so wichtig, weil das Entnahmesystem unmittelbar in den Arbeitsraum der Spritzgussmaschinen eingreift. Hierbei ist sicherzustellen, dass die Kunststoffbecher genau im richtigen Zeitfenster entnommen werden, um sie von dort auf ein Abführband zu stapeln. Die Zeit dafür folgt der Produktionsgeschwindigkeit der Spritzgussanlage. 0,7s stehen für die Entnahme zur Verfügung. Das Tempo lässt sich nur mit dynamischen Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen erreichen. Treten jetzt Netzschwankungen auf, steigt das Risiko einer Kollision zwischen dem Werkzeug und der Handlingseinheit, weil die geforderten Bewegungsrampen nicht mehr erreicht werden. „Wir müssen sicherstellen, dass unser System selbst bei einem Netzausfall nicht mit den teuren Spritzgusswerkzeugen kollidiert“, betont Gerhard Kropp, Konstruktionsleiter Elektrotechnik bei Ilsemann Automation.

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