VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann (Quelle: VDMA)

„Die Hannover Messe ist und bleibt das internationale Schaufenster unserer Industrie, auch in Zeiten von Corona. Keine andere Industriemesse bringt Unternehmen, Politik, Medien und internationales Publikum so vielseitig und attraktiv zusammen.  Das Online-Format war Chance und Herausforderung zugleich, und die Aussteller sowie die Deutsche Messe haben mit viel Engagement und Flexibilität eine ganz besondere, gelungene Veranstaltung durchgeführt. Die Zukunft wird das Beste aus physischer und digitaler Messe hybrid zusammenbringen“, sagte VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann zum Abschluss der Messe.

Erfolgreiche Präsentationsplattform

In Online-Talks mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Industrie standen Klimaschutz und Industrie 4.0 im Fokus.  Dabei zeigte die Themenvielfalt von Effizienztechnologien über Erneuerbare Energien bis hin zum Digitalen Zwilling in der Industrie die große Bandbreite und Lösungskompetenz im Maschinen- und Anlagenbau auf. Auch die Präsentationsformate zu Brennstoffzellen-Produktionstechnologien und der virtuelle Ausstellungsbereich „Industry meets Energy“ haben bei den Online-Besuchern große Resonanz erfahren.

Ein weiteres Highlight war die Industrial Drone Arena, gibt der VDMA an: Ob im Lager zur Inventur, für den innerbetrieblichen Transport, zur Inspektion oder als Luftunterstützung für Sicherheitsaufgaben – die Mitaussteller der Industrial Drone Arena haben auf der Hannover Messe Digital Edition unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten von Drohnen aufgezeigt. In fünf Live-Sessions standen Flug-Demonstrationen ebenso auf dem Plan wie technische Details der Fluggeräte. Videodokumentationen hierzu und zu vielen anderen VDMA-Veranstaltungen können ab dem kommenden Montag, 19. April online unter www.hannovermesse.de abgerufen werden.

Zehn Jahre Industrie 4.0

Gefeiert wurden auch "10 Jahre Industrie 4.0“. Heute ist der Begriff, geprägt von Industrie, Politik und Verbänden in Deutschland und weltweit ein Synonym für Technologien der vernetzten Produktion. Dabei kommen immer weitere Bausteine der Industrie 4.0 zusammen: In diesem Jahr standen für den VDMA insbesondere der OPC UA Schnittstellenstandard und das Netzwerk Umati (universal machine technology interface) im Fokus.

Vernetzung ist zugleich das Schlagwort für die Kooperation der VDMA-Arbeitsgemeinschaft Wireless Communications for Machines (WCM) mit der 5G-ACIA-Organisation, die anlässlich der Hannover Messe Digital Edition verkündet wurde. Ziel der Zusammenarbeit ist es, ein vielfältiges, wettbewerbsfähiges und sicheres 5G-Ökosystems für die Industrie und den Maschinen- und Anlagenbau zu entwickeln.

Viel Aufmerksamkeit fand laut dem Verband die Vernetzung von Maschinenbau und Startups. Mit dem Format „Maschinenbau trifft Industrie-Startups“ brachte VDMA Startup-Machine Mitglieder des VDMA in Kontakt mit Industrie-Startups. 184 Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau trafen auf Jungunternehmen, um Erfahrungen auszutauschen, Inspirationen zu gewinnen und neue Partnerschaften anzubahnen.

Am Messe-Freitag zeigte der Karrierekongress WomenPower, wie wichtig Diversity, New Work und Leadership für Studierende und junge Führungskräfte sind, die sich in der Industrie engagieren wollen.

Gesamtlage im Maschinenbau

Neben den technologischen Themen-Highlights konnte der VDMA bereits am Messe-Montag positive konjunkturelle Botschaften für den Maschinen- und Anlagenbau verkünden: die Lage bei den Auftragseingängen hellt sich zunehmend auf und der Verband hob die Produktionsprognose für 2021 um 3 Prozentpunkte auf ein reales Produktionswachstum von 7 % an.

VDMA (ih)

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