Grafik Auftragseingang 2020 in deutscher Elektroindustrie

(Quelle: ZVEI)

Im gesamten Jahr 2019 gingen die Bestellungen nach ZVEI-Angaben um 3,2 % zurück: Die Inlandsaufträge fielen mit einem Minus von 4,6 % doppelt so stark wie die Auslandsaufträge mit -2,2 %. Während die Geschäftspartner aus der Eurozone 4,6 % weniger orderten als im Vorjahr, fiel der Rückgang der Bestellungen aus dem Nicht-Euroraum mit minus 0,8 % moderater aus.

Die preisbereinigte Produktion der deutschen Elektroindustrie blieb im Dezember 2019 um 6,7 % hinter ihrem Vorjahreswert zurück. Kumuliert von Januar bis Dezember letzten Jahres nahm der Branchenoutput damit um 4,3 % ab. Während die Kapazitätsauslastung zu Jahresbeginn 2020 nochmals um zwei Prozentpunkte auf 81,5 % der betriebsüblichen Vollauslastung nachließ, hat sich die Reichweite der Auftragsbestände auf 3,4 Monate erholt. 

Beim Umsatz mussten die deutschen Elektrounternehmen im Dezember 2019 ein Minus von 3,5 % gegenüber Vorjahr auf 15,1 Md. € hinnehmen. Inlands- und Auslandsumsatz gingen gleich stark zurück (-3,4 % auf 7 Mrd. € bzw. -3,5 % auf 8,1 Mrd. €). Die Geschäfte mit Partnern aus dem Euroraum gaben um 5,2 % auf 2,7 Mrd. € nach, die mit Partnern aus Drittländern um 2,7 % auf 5,4 Mrd. €.

Im gesamten Jahr 2019 belief sich der aggregierte Branchenumsatz damit (vorläufig) auf 190,5 Mrd. € – ein Minus von 1,5 % im Vergleich zu 2018. Die Inlandserlöse reduzierten sich hier um 2,2 % auf 89,7 Mrd. €, die Auslandserlöse um 0,9 % auf 100,8 Mrd. €. Das Geschäft mit Kunden aus der Eurozone und Partnern aus Drittländern ging gleich stark zurück: -1 % auf 36,9 Mrd. € bzw. -0,9 % auf 63,9 Mrd. €. 

„Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie hat zu Jahresbeginn erstmals seit einem halben Jahr wieder in positives Terrain gedreht. Gleichzeitig haben die Unternehmen der Branche ihre Produktionspläne stark nach oben revidiert“, erklärte ZVEI Chef-Volkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Wir gehen davon aus, dass sich die Elektroproduktion im Verlauf dieses Jahres erholen wird. Allerdings dürfte der Output dabei kaum über das 2019er-Niveau hinauskommen.“

ZVEI (ih)

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