(Quelle: ZVEI)

Die Exporte zogen im Dezember 2020 im Vergleich zum Vorjahr mit 17,1 Mrd. € um 5,2 % an und die Importe mit einem Plus von 13,1 % auf 17,1 Mrd. €. Die positive Entwicklung im Dezember trug laut ZVEI auch dazu bei, dass die Rückgänge – mit Blick auf das Gesamtjahr – weniger stark ausfielen, als noch in der ersten Hälfte 2020 zu befürchten war. 

Unter den zehn größten Abnehmerländern der deutschen Elektroindustrie baute China seinen ersten Platz aus. Mit einem Plus von 6,5 % auf 23,3 Mrd. € entwickelten sich die Exporte in das Reich der Mitte am Ende sogar dynamischer als vor der Corona-Pandemie (2019: +4,3 %). Daneben gab es im gesamten letzten Jahr nur noch bei den Branchenlieferungen nach Polen einen nennenswerten Zuwachs (+5,4 % auf 11,1 Mrd. €). Die Ausfuhren in die Schweiz stagnierten (+0,2 % auf 7 Mrd. €). Dagegen brachen die Elektroexporte nach Großbritannien (-12,1 % auf 8,6 Mrd. €) und Frankreich (-11,1 % auf 12,1 Mrd. €) zweistellig ein. Die Ausfuhren in die zweitplatzierten USA sanken um 9,8 % auf 17,3 Mrd. € und damit ähnlich stark wie die nach Tschechien (-9,5 % auf 9,1 Mrd. €) und in die Niederlande (-9,4 % auf 9,9 Mrd. €). Mit Italien lief ein Verlust von 7,3 % auf 9,4 Mrd. € auf. Der Exportrückgang nach Österreich war moderater (-3,8 % auf 9,1 Mrd. €). „Zwischen den Branchenausfuhren nach China und in die USA liegen mittlerweile 6 Mrd. €“, so Dr. A. Gontermann. „Das entspricht knapp dem Volumen der jährlichen Elektroexporte nach Ungarn.“

Die insgesamt negative Entwicklung der deutschen Elektroexporte 2020 spiegelt sich – wenn auch unterschiedlich stark ausgeprägt – auch beim Blick auf die Ausfuhrwerte in die einzelnen Kontinente wider. So gingen die Branchenausfuhren nach Asien mit -1,7 % auf 46,1 Mrd. € im vergangenen Jahr nur vergleichsweise leicht zurück – nicht zuletzt getragen vom Exportgeschäft mit China. Im Gegensatz dazu sanken die Lieferungen nach Europa im vergangenen Jahr um 5,5 % auf 129,3 Mrd. €, wobei die Ausfuhren in die Eurozone stärker rückläufig waren (-7,4 % auf 63,3 Mrd. €). Damit gingen 2020 rund 64 % der deutschen Elektroexporte nach Europa und 31 % in den Euroraum. Die Elektroausfuhren nach Amerika sackten 2020 um 11,3 % auf 23,1 Mrd. € ab. Hier brachen die Exporte nach Lateinamerika (-15,7 % auf 4,6 Mrd. €) noch stärker weg als die nach Nordamerika (-10,1 % auf 18,5 Mrd. €).

ZVEI (ih)

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