Schmuckbild zur neuen ABB-Studie "Billions of better decisions"

Die neue ABB-Studie zur Transformation der Industrie macht enge Beziehung zwischen Digitalisierung und Nachhaltigkeit deutlich (Quelle: ABB)

Mit der Studie möchte ABB in der Industrie eine Diskussion darüber anregen, wie das industrielle IoT eingesetzt werden kann, um es Unternehmen und Beschäftigten zu ermöglichen, bessere Entscheidungen zu treffen, die sowohl der Nachhaltigkeit als auch dem unternehmerischen Erfolg dienlich sind.

„Nachhaltigkeitsziele entwickeln sich für Unternehmen zunehmend zu Wertschöpfungs- und Reputationstreibern. Industrielle IoT-Lösungen spielen für Unternehmen eine immer wichtigere Rolle dabei, ihren Betrieb sicher, smart und nachhaltig zu machen”, sagte Peter Terwiesch, Leiter des Geschäftsbereichs Prozessautomation bei ABB. „Die Nutzung der aus den Betriebsdaten gewonnenen Erkenntnisse ist der Schlüssel zu buchstäblich Milliarden von besseren Entscheidungen in der Industrie und deren Umsetzung. So können deutliche Fortschritte erreicht werden, um die Produktivität zu erhöhen, den Energieverbrauch zu senken und geringere Umweltauswirkungen zu ermöglichen.”

Bei der im Auftrag von ABB durchgeführten Studie nannten 46 % der Befragten die „künftige Wettbewerbsfähigkeit” eines Unternehmens als den entscheidenden Faktor für die verstärkte Fokussierung von Industrieunternehmen auf die Nachhaltigkeit. Und obwohl 96 % der globalen Entscheider die Digitalisierung als „wesentlich für die Nachhaltigkeit” betrachten, sind nur bei 35 % der befragten Unternehmen industrielle IoT-Lösungen im großen Rahmen implementiert. "An dieser Diskrepanz zeigt sich, dass heute zwar viele führende Industrieunternehmen die enge Beziehung zwischen Digitalisierung und Nachhaltigkeit erkannt haben, die Einführung von digitalen Lösungen, die zu besseren Entscheidungen und zur Erfüllung von Nachhaltigkeitszielen beitragen, in Sektoren wie Fertigung, Energieerzeugung, Gebäude und Verkehr jedoch beschleunigt werden muss", bilanziert ABB.

Einige wichtige Erkenntnisse aus der Studie

  • 71 % der Befragten berichteten, Nachhaltigkeitszielen werde in Folge der Pandemie eine größere Priorität eingeräumt.
  • 72 % gaben an, sie gäben aus Gründen der Nachhaltigkeit „etwas” oder „deutlich” mehr für industrielles IoT aus.
  • 94 % der Befragten stimmten der Aussage zu, das industrielle IoT „ermögliche bessere Entscheidungen und verbessere die Nachhaltigkeit”.
  • 57 % meinten, das industrielle IoT habe sich „deutlich positiv” auf die betriebliche Entscheidungsfindung ausgewirkt.
  • An erster Stelle der Gründe gegen eine Verbesserung der Nachhaltigkeit durch das industrielle IoT wurden Cybersicherheitsbedenken genannt.

Win-Win-Szenarien mit dem industriellen IoT

63 % der befragten Führungskräfte stimmen der Aussage zu, Nachhaltigkeit sei gut für den unternehmerischen Erfolg, während 58 % überzeugt sind, dass sie eine unmittelbare Wertschöpfung generiert. "Daran lässt sich ablesen, dass Nachhaltigkeit und die traditionellen Prioritäten der Industrie 4.0-Bemühungen – Schnelligkeit, Innovation, Produktivität und Kundenorientierung – zunehmend enger miteinander verwoben sind. Für Unternehmen, die Effizienz und Produktivität vorantreiben und zugleich den Klimawandel bekämpfen wollen, eröffnen sich damit Win-Win-Szenarien", verlautbart ABB weiter.

„Die Internationale Energieagentur2 schätzt, dass die Industrie für über 40 % der aktuellen globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich ist”, sagte P. Terwiesch. „Wenn wir Ziele wie etwa die zur nachhaltigen Entwicklung der Vereinten Nationen und das Pariser Klimaabkommen erreichen wollen, müssen Industrieunternehmen digitale Lösungen im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategien implementieren – vom Konferenzraum bis zur Werkshalle. Jeder einzelne Industriebeschäftigte kann ein befähigter Entscheidungsträger bei der Verbesserung der Nachhaltigkeit werden.”

Mit Innovationen Nachhaltigkeit unterstützen

ABB will mit wegweisenden Technologien vorangehen, um den Wandel zu einer kohlenstoffarmen Gesellschaft voranzutreiben und die Welt nachhaltiger zu gestalten. In den vergangenen zwei Jahren hat  das Unternehmen nach eigenen Angaben die Treibhausgasemissionen an seinen eigenen Standorten um mehr als 25 % reduziert. Im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie 2030 will ABB bis zum Ende dieses Jahrzehnts klimaneutral werden und ihre Kunden weltweit dabei unterstützen, ihre jährlichen CO2-Emissionen bis 2030 um mindestens 100 Mt zu senken – das entspricht dem Ausstoß von 30 Mio. Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor pro Jahr.

Kern dieser Verpflichtung sind die Investitionen von ABB in die digitale Kompetenz. Das Unternehmen gibt an, mehr als 70 % seiner F&E-Ressourcen für digitale und Software-Innovationen einzusetzen, über ein robustes Ökosystem an digitalen Partnern wie Microsoft, IBM und Ericsson zu verfügen und sich so eine führende Position im Bereich des industriellen IoT aufgebaut zu haben.

"Die digitalen Lösungen unseres ABB Ability-Portfolios sorgen in den verschiedensten Industrieanwendungen für verbesserte Energieeffizienz, Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft", heißt es von Unternehmensseite. Als Anwendungsfälle werden unter anderem Zustandsüberwachung, vorausschauende Wartung, Energiemanagement, Simulation und virtuelle Inbetriebnahme, Fernsupport und Collaborative Operations genannt. "Die ABB Ability Genix Industrial Analytics and AI Suite, der ABB Ability Energy and Asset Manager, das ABB Ability Condition Monitoring für den Antriebsstrang und die ABB Ability Connected Services für Industrieroboter sind nur einige der mehr als 170 IoT-Lösungen von ABB für die Industrie", heißt es in einer Pressemeldung. 

Industrie-Webinar bietet Diskussionsplattform

Um das Gespräch zu diesem wichtigen Thema in Gang zu halten, wird ABB am Mittwoch, den 2. März, ein Industrie-Webinar veranstalten. Im Mittelpunkt steht dabei die Konvergenz von Digitalisierung und Nachhaltigkeit sowie die Frage, wie das industrielle IoT und damit verbundene Technologien helfen können, Energie zu sparen, Ressourcen zu schonen und die Sicherheit von Beschäftigten und Bevölkerung zu verbessern. Die Technik-Journalistin und Klimainvestorin Molly Wood wird diese virtuelle Podiumsdiskussion moderieren, bei der Manager, Bestseller-Autoren und andere Vordenker dieser Konvergenz näher auf den Grund gehen und sich eingehender mit der Frage beschäftigen, wie Industriebetriebe die Entscheidungsfindung unternehmensweit verbessern und nachhaltiger machen können.

ABB (ih)

Ähnliche Beiträge