Screenshot der Plattform SVI-Connect

Die Plattform SVI-Connect matched Bedarfe der SVI mit Angeboten anderer industrieller Partner und trägt zur Diversifizierung von Lieferketten bei. (Quelle: BME)

"Die aktuellen geopolitischen Entwicklungen machen sehr deutlich, dass die Vollausstattung der Bundeswehr bis 2029 zunehmend an Bedeutung gewinnt", heißt es in einer Meldung vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME). Wie das gelingen kann, diskutierten Vertreter aus Politik und Wirtschaft bei einem Gipfel zur Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI) in Deutschland im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) in Berlin. Thema der Veranstaltung war u.a., wie die vom BMWE geförderte Plattform „SVI‑Connect“ (ein Kooperationsprojekt von BME und dem Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV)) zum Rüstungs-Upscaling beitragen kann.  

„Der Dialog hat gezeigt: Es ist von entscheidender Bedeutung, neue Unternehmen als Partner für die SVI zu gewinnen. Die Plattform SVI-Connect bietet die Voraussetzung dafür, dass diesen Unternehmen der Markteintritt besser gelingt”, so BME-Hauptgeschäftsführer Dr. Lars Kleeberg.  

SVI‑Connect soll den Kapazitäts-Hochlauf der SVI über die gesamten Lieferketten branchenübergreifend begleiten und beschleunigen. Die Plattform schafft Marktübersicht, adressiert die Industrie auf Warengruppenebene und unterstützt den Einkauf bei der Diversifizierung, Differenzierung und Neuidentifizierung von Partnern. Der Fokus liegt primär auf der Zielgruppe der Tier 2- und Tier 3-Lieferanten, da dort ein besonders hohes Potenzial gesehen wird, die Systemhäusern und deren Tier 1-Lieferanten beim Upscaling zu unterstützen.   

Chancen für den Mittelstand  

„Der Zulauf ist enorm. Inzwischen haben sich rund 1.400 User registriert, täglich kommen etwa 20 dazu”, sagt Olaf Holzgrefe, Projektverantwortlicher der Defence-Plattform beim BME. Erfreulich sei, dass mehr als 80 % der registrierten Unternehmen KMU sind. „SVI-Connect unterstützt die Sichtbarkeit des Mittelstands und rückt dadurch fortlaufend neue Unternehmen in den Fokus der SVI-Industrie", so O. Holzgrefe.  

Die Plattform wird stetig weiterentwickelt. So hat das Feedback der User z.B. dazu geführt, dass ein Kommunikations-Tool für anonymen Erstkontakt eingeführt wurde, so das BME. Zudem wird berichtet, dass ein übergreifender Info-Hub für Termine, Informationsmaterialien und Links von BME, BDSV und weiteren, die Plattform unterstützenden Verbände, aufgebaut werde (u.a. BDI, BDLI, DIHK und ZVEI). In Planung ist zudem die Erweiterung der Warengruppen um Logistik und Logistikdienstleistungen.  

OEM, Zulieferer und Industriepartner können sich unter SVI-Connect: SVI-Vernetzungsplattform auf der Plattform registrieren. 

BME (ih)

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