Heike Wilson, Evelin Dietrich, Sophie Apelmeier von Dualis

Dresdner Software-Haus Dualis fördert Frauen in IT und Industrie 4.0. Im Bild: Heike Wilson, Evelin Dietrich, Sophie Apelmeier (Quelle: Dualis)

„Dass Frauen in stark technisch geprägten Branchen noch immer deutlich unterrepräsentiert sind, ist keine neue Erkenntnis. Die zunehmende Digitalisierung bringt einen erhöhten Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften mit sich und bietet für alle Beteiligten eine große Chance, Menschen aller Geschlechter entsprechend zu fördern. Gerade der Wandel in Richtung Arbeitsmodelle, die von Mobilität und Flexibilität geprägt sind, ermöglichen zum Beispiel eine hohe Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, erklärt Heike Wilson. 

Dualis möchte hier mit gutem Beispiel vorangehen. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung von Software und Dienstleistungen rund um Simulation, Prozessoptimierung und Auftragsfeinplanung spezialisiert und weist einen Frauenanteil im Team von derzeit 33 % aus. Die durchschnittliche Frauenquote in der IT-Branche wird mit 18 % angegeben. 

„Ich möchte bei Menschen aller Geschlechter, gerade auch bei den jungen Generationen, den Spaß an einer Arbeit in der IT-Branche fördern. Die zukünftigen Berufsbilder und möglichen digitalen Geschäftsmodelle bieten vielfältige Chancen, gerade auch für Frauen“, ist H. Wilson überzeugt. Ihre Begeisterung lebt sie bei Dualis mit gemischten bzw. diversen Teams, einer offenen Führungskultur und flachen Hierarchien. "Mitarbeitende erhalten vom gesamten Führungs-Team Freiräume. Kreativität wird im Projektgeschäft und in der Produktentwicklung sowie bei der internen Prozessoptimierung gefördert", gibt das Unternehmen an. „Ziel muss es sein, die Begeisterung für Software und IT im Allgemeinen zukünftig bei allen Kindern und im Besonderen auch bei Mädchen viel früher als heute zu fördern, am besten schon im Grundschulalter. Dabei sind auch die Unternehmen gefordert, denn sie werden die weiblichen Fachkräfte der Zukunft dringend benötigen“, betont H. Wilson, die als Mentorin und Lehrende an regionalen Hochschulen mit gutem Beispiel vorangeht.  

Stimmen von Mitarbeiterinnen

Sophie Apelmeier, IT-Projektmanagerin Planning Solutions bei Dualis, ist seit vier Jahren in dem Dresdner Software-Unternehmen beschäftigt und berichtet: „In meinem Job als Projektleiterin begleite ich die Software-Einführung unserer Planungssoftware Ganttplan bei unseren Kunden. Bei Dualis habe ich mich in den vergangenen Jahren nicht nur fachlich, sondern auch persönlich weiterentwickeln können. Alle Anmerkungen und Ideen, die unser Team anbringt, werden gehört, gemeinsam bewertet und häufig umgesetzt. Wir können unsere Projekte zu einem großen Teil selbst gestalten, was die eigene Kompetenz und Entwicklung von Beginn an in großen Schritten vorantreibt. Diese Flexibilität – sowohl in Hinblick auf die Aufgabeninhalte als auch Arbeitszeit – schätze ich jetzt, nach der Rückkehr aus meiner Elternzeit, noch mehr.“ 

Zur Frauenpower bei Dualis trägt auch Maria-Theresia Brückner, die als Software Developer Planning Solutions im Unternehmen arbeitet, bei. Sie ist Software-Entwicklerin im Frontend-Bereich und entwickelt gemeinsam mit ihrem Team individuelle Lösungen für Kunden. „Als Entwicklerin ist es immer wieder spannend, Projekte und neue Welten entstehen zu lassen. Als Fronend-Entwicklerin hat man die Chance, nicht nur blanke Code-Blöcke zu bearbeiten, sondern auch die Oberflächen mitzugestalten, die am Ende unsere Kunden tagtäglich anwenden und sehen“, erklärt sie. 

Evelin Dietrich ist Sales Manager Factory Simulation bei Dualis und arbeitet dort seit 16 Jahren. Ihre Aufgabe ist es, Unternehmen – vom Maschinenbauer über den Produzenten bis hin zum internationalen Großkonzern – von den Vorteilen der Simulationsplattform Visual Components zu überzeugen. „Dualis ebnet seit vielen Jahren meinen Weg zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung. Ich habe hier viele Abteilungen kennengelernt. Dazu zählen Marketing, Geschäftsführende Assistenz, Finance und einige weitere. Der Vertrieb hat sich zu meiner Leidenschaft entwickelt“, berichtet sie. 

Veraltete Rollenbilder gegen Diversität tauschen 

Die drei Expertinnen stehen exemplarisch für erfolgreiche Frauen in der IT-Branche. "Doch sie gehören noch zur Minderheit: Auf offene Positionen im Bereich Programmierung und IT bewerben sich je nach Position 10 % bis 20 % Frauen. Dies zeigt sich auch im Start-up-Umfeld. An der Gründung mit vorwiegend digitalen Geschäftsmodellen sind 15,7 % Frauen in Gründungsteams beteiligt, ermittelte der eco Verband für Internetwirtschaft", berichtet Dualis in einer Pressemeldung.  

„Insbesondere in der IT-Branche gibt es nach wie vor zu viele veraltete Rollenbilder. Die IT ist aber nicht männlich, sondern menschlich. Um höhere Diversität zu erreichen, braucht es mehr Role Models und Aufklärung. Am Beispiel unseres Dualis-Teams wird deutlich, dass gegenseitiges Vertrauen, eine hohe Identifikation mit den Projektzielen sowie die Fähigkeit, gemeinsam Lösungen zu finden, Erfolgsfaktoren sind – und zwar völlig unabhängig vom Geschlecht“, erklärt H. Wilson abschließend. 
 

Dualis (ih)

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