Die Produktion im Reinraum bei Boehringer Ingelheim
Boehringer Ingelheim entwickelt Therapien, die Leben verändern – heute und für kommende Generationen. Seit der Gründung im Jahr 1885 in Familienbesitz, zählt Boehringer Ingelheim aktuell zu den weltweit führenden forschenden Pharmaunternehmen und bedient über 130 Märkte. Ziel ist es, vor allem in Bereichen mit hohem ungedecktem medizinischem Bedarf neue Werte durch Innovation zu schaffen. Rund 53.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in den drei Geschäftsfeldern Humanpharmazeutika, Tiergesundheit und Biopharmazeutika beschäftigt.
„Life forward“ – unter dieses Motto stellt Boehringer Ingelheim sein gesamtes Handeln: „Bei allem, was wir tun und sagen, blicken wir positiv in die Zukunft, weil wir wissen, dass wir sie zum Besseren gestalten und beeinflussen können. Und wir wollen andere dazu inspirieren, sich uns anzuschließen.“ Daher legt das Pharmaunternehmen ebenfalls einen Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit.
Keine Veränderungen an der Anlage oder Unterbrechung der laufenden Produktion
Als Pharmaunternehmen unterliegt Boehringer Ingelheim in der Produktion strengen Vorgaben hinsichtlich seiner Fertigungsanlagen und prozesse. Selbst geringfügige Veränderungen an den bestehenden Herstellungsvorgängen müssen offiziell angemeldet und entsprechend zertifiziert werden. Bei dem Produktionsverfahren von Kartuschen, die in Inhalatoren verwendet werden, kommen spezielle Vakuumpumpen zum Einsatz, welche die Dichtheit jeder einzelnen Kartusche überprüfen. Da die zehn Pumpen mit einer Gesamtleistung von 55 kW eine große Menge an Energie verbrauchen, wollte Boehringer Ingelheim eine möglichst akkurate Energiebedarfsanalyse einführen. Dabei sollten weder der laufende Betrieb unterbrochen noch Veränderungen an der vorhandenen Anlage vorgenommen werden. Die Anlage arbeitet im Dauerbetrieb, auch wenn gerade keine Produkte gefertigt werden. Deshalb ist es unter anderem wichtig, zu ermitteln, wann sich das Ausschalten der Pumpen bei einer Produktionsunterbrechung lohnt.
Zum einen war also eine Methode der berührungslosen Verbrauchsmessung zu implementieren, um die bereits zertifizierten Fertigungsprozesse nicht zu modifizieren. Zum anderen sollten mögliche Energiesparpotenziale erkannt und genutzt werden, sodass sich nicht nur die Stromkosten verringern. Darüber hinaus wollte Boehringer Ingelheim dem eigenen Anspruch an eine zunehmend nachhaltige Ausrichtung aller Unternehmensbereiche gerecht werden. Ferner ist das Unternehmen stets daran interessiert, moderne und zukunftsgerichtete Technologien zu erproben und einzuführen, damit es den Fortschritt auf sämtlichen Ebenen des eigenen Handelns aktiv mitgestalten kann.