Impression vom Rittal/Eplan-Messestand auf der SPS in Nürnberg

Vom 25. bis 27. November zeigen Eplan, Rittal und Rittal Automation Systems eine Vielzahl an Neuheiten unter dem Motto „Automation – Do it“. (Quelle: Rittal)

Wie das in der Praxis aussieht, können Anlagenbauer auf einem Standrundgang konkret erfahren. Als Engineering-Highlights werden AI-Use-Cases wie der Eplan Copilot und Automated 3D Design, neue Ansätze unter Nutzung der Asset Administration Shell beim Thema Product Change Notification (PCN) sowie die  Eplan Plattform 2026 angegeben. Neuheiten zu Automation und Hardware sind unter anderem das neue Wire Handling System von Rittal Automation Systems und Weiterentwicklungen bei den Blue e+ Chillern von Rittal.

"Wollen Steuerungs- und Schaltanlagenbauer zukunftsfähig bleiben, müssen sie sich permanent technologisch weiterentwickeln. Komplexe Aufgaben in Engineering und Fertigung müssen vereinfacht und beschleunigt werden – und Prozessschritte jetzt auch AI-ready gemacht werden", so die Experten. Uwe Scharf, Rittal Geschäftsführer Vertrieb Deutschland, erklärt: „Die großen Chancen, die wir zukünftig durch AI sehen, sind Grund, dass Anlagenbauer bei der Digitalisierung jetzt richtig Tempo machen sollten. Durchgängig digitale Workflows vom Engineering über die Fertigung bis zum Service sind bei vielen Anlagenbauern noch nicht Standard. Nur wer richtig digitalisiert, kann zukünftig effizienter automatisieren und von den Vorteilen neuer Technologien wie KI profitieren." Richtig ausgewählt, würden auch kleine Digitalisierungsschritte schon unmittelbaren Nutzen bringen.

Der AI-Kundennutzen 

Was zukünftig im Anlagenbau mit AI möglich ist, zeigen Eplan und Rittal konkret an verschiedenen Use-Cases im Engineering – sei es der Eplan Copilot, Agentenkonzepte, Automated 3D Design und weitere. Dabei verfolgt Eplan ein klares Ziel: „Wir wollen AI genau dort einsetzen, wo sie Konstrukteure unterstützt und sie im Engineering-Prozess effizienter macht. Unser Ziel sind maßgeschneiderte Lösungen, die die Prozesse beim Kunden auf eine nächste Stufe heben“, erklärt Sebastian Seitz, CEO von Eplan. Er ergänzt: „Der maximale und nachhaltige Nutzen ist unser Ziel und genau deshalb fokussieren wir uns darauf, per AI einen echten Mehrwert für unsere Anwender zu generieren.“

Die richtige Datenbasis 

Die Basis für jede Automation bis hin zum Einsatz von AI sind erstklassige Daten. Auf der SPS werden dazu neue Ansätze unter Nutzung der Asset Administration Shell (Verwaltungsschale) sowie des eClass-Standards vorgestellt und diskutiert. "Neue Perspektiven für das Änderungsmanagement von Produkten schafft Eplan mit Lösungen beim Thema Product Change Notification (PCN), das sowohl für Anwender der Software als auch für Komponentenhersteller interessant ist. Gezeigt wird live am System, wie eine Änderung einer Komponente seitens des Herstellers direkt in Eplan angezeigt wird", so die Experten.

Neue Eplan Plattform 2026

Als weiteres Highlight präsentiert Eplan auf der SPS die Eplan Plattform 2026. "Mit ihr wurde das komplette Portfolio weiterentwickelt – mit noch mehr Fokus auf Kunden und ihre Anforderungen im jeweiligen Marktsegment. Zentraler Punkt ist die deutliche Reduzierung von Komplexität. Mit dem neuen Softwareportfolio wird die volle Leistungsstärke der Eplan Plattform transparenter – und durch zahlreiche Erweiterungen zur umfassenden Komplettlösung im speziellen Anwendungsfeld. Verschiedene Engineering-Disziplinen lassen sich jetzt noch tiefer integrieren – zum Aufbau eines vollständigen Digitalen Zwillings für Automatisierungssysteme von Maschinen oder Anlagen", wird in einer Meldung berichtet.

Rittal Wire Handling System

Außerdem wird am Messestand ein neues Wire Handling System (WHS) gezeigt, mit dem Rittal Automation Systems die Effizienz und Flexibilität des Drahtkonfektionier-Vollautomaten „Wire Terminal WT“ im Verbund mit dem digitalen Assistenzsystem „Eplan Smart Wiring“ steigert. "Mit dem ab der SPS verfügbaren System werden die am Wire Terminal konfektionierten Drähte per Druckluft-Verlegesystem direkt an entfernte Arbeitsplätze transportiert. Mit Eplan Smart Wiring können selbst weniger erfahrene Mitarbeiter Verdrahtungsaufgaben übernehmen. Jetzt fordern sie einfach per Knopfdruck vom Arbeitsplatz aus den nächsten passenden Draht an", so die Experten. Verwechslungsgefahr sei ausgeschlossen. Als großer Vorteil im Prozess wird genannt: "Durch das System kann ein Wire Terminal mehrere Projekte und Arbeitsplätze gleichzeitig bedienen. Die hohe Datenqualität von Eplan und Lösungen von Rittal Automation Systems ebnen auch den Weg zur kommenden Verdrahtung per Roboter."

Neues Chiller-Programm und Ex-Gehäuse-Zertifizierung

Gezeigt wird zudem die Erweiterung des Blue e+ Chiller-Portfolios für die effiziente Maschinenkühlung und Klimatisierung von Schaltschränken und Server-Racks. Rittal bietet nun F-Gas-verordnungskonforme Lösungen für nahezu jeden Anwendungsbereich – vom Maschinenbau über Batteriespeicherkraftwerke bis hin zur IT. Im Mittelpunkt des Sortimentsausbaus stehen neue Leistungsklassen von 1,5 bis 7 kW, Outdoor-Modelle und ein Hybrid-IT-Chiller mit Freikühler für besonders hohe Energieeffizienz. Neuheiten gibt es auch bei den Rittal Ex-Gehäusen: "Mit der UL-HazLoc-Zertifizierung verfügen diese nun über die entsprechende Zertifizierung für den Betriebstemperaturbereich von -50 °C bis +180 °C. Die Atex- und IEC-Ex-Zertifizierungen für denselben Betriebstemperaturbereich liegen bereits vor", wird abschließend berichtet.

SPS: Halle 3C, Stand 321

Rittal (ih)

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