Porträtfoto von Dieter Meuser, CEO Digital Industrial Solutions, German Edge Cloud

Dieter Meuser, CEO Digital Industrial Solutions, German Edge Cloud: „Es muss darum gehen, durch die Verbindung mit Cloud-nativen IIoT Lösungen flexibler zu werden." (Quelle: GEC)

Das neue Oncite Digital Production System bündelt und erweitert die vielfältigen industriellen IoT-Anwendungen der Oncite Industrial Suite. Als Option für die passende Infrastruktur sind hoch skalierbare Factory Edges verfügbar. Auch der Betrieb auf Cloud-Infrastrukturen ist möglich.

Die Vielfalt der Anwendungen spiegelt auch die unterschiedlichen Voraussetzungen in verschiedenen Fertigungsumgebungen wider: "Nach zehn Jahren Industrie 4.0 ist das volle Potenzial der Digitalisierung noch lange nicht gehoben. Für viele fertigende Unternehmen geht es gerade erst los. Andere sind schon weiter und haben alle Layer ihrer Fertigung vernetzt. Mit Transparenz über alle Prozesse haben sie die Basis gelegt, um den nächsten Schritt anzugehen", heißt es von GEC-Seite. Als die Next Steps werden angegeben: Shopfloor-nahe Stamm- und Bewegungsdaten mit Sensordaten valide ergänzen, um sie mit IIoT-Anwendungsszenarien immer aktiver zur flexiblen Regelung der Fertigung zu nutzen. Denn die Fabrik der Zukunft passe sich neuen Gegebenheiten schnell an.

Als Hindernis dabei wird der Mangel an Flexibilität vieler bestehender MES/PCS/Scada-Software-Anwendungen genannt. „Es muss darum gehen, durch die Verbindung mit Cloud-nativen IIoT Lösungen flexibler zu werden“, sagt Dieter Meuser, CEO Digital Industrial Solutions, German Edge Cloud. „Das Ergebnis ist mehr Agilität und Regelungsfunktionalität im Sinne eines Manufacturing Operations Management (MOM) in nahezu Echtzeit statt reiner ‚Execution‘." GEC hat das Angebot für dieses Ziel formiert und zum neuen Gesamtsystem Oncite Digital Production System (DPS) erweitert.

Stufenweise Migration

Mit den IIoT-basierten Anwendungen der Oncite Industrial Suite können Unternehmen nach GEC-Angaben die funktionale Basis für eine variantenreiche und wandlungsfähige Fertigung legen. "Die Lösungen unterstützen beispielsweise die Vernetzung von Anlagen, die Visualisierung von Prozessen sowie Anwendungen von Track-and-Trace bis hin zum agilen, IIoT-gestützten Management der Fertigung. Dabei können die Software-Services parallel zu bestehenden IT/OT-Infrastrukturen eingesetzt und in verschiedenen Umgebungen betrieben werden. Auch eine stufenweise Migration der bereits existierenden MES/PCS/Scada auf die Oncite Industrial Suite ist möglich", geben die Experten an.

„Die sequenzielle Optimierung der IT- Architektur im laufenden Betrieb ist der häufigste Fall. Einfach stoppen und neu aufsetzen ist meist keine Option – aus gutem Grund wollen die Betreiber größere Experimente an ihren eingespielten Systemen wie vorhandenen MES/PCS/Scada vermeiden“, erklärt D. Meuser: „Wir müssen im hohen Maße die bestehenden IT/OT-Infrastrukturen sowie heterogene Technologien von Anlagen und Devices in der Fertigung berücksichtigen. Oncite DPS bietet flexible Migrationsmöglichkeiten bestehender IT-Systeme und harmonisiert und modernisiert die IT-Architektur.“

Vorteile bis an die Edge

Die in verschiedenen Hardware-Ausbaustufen verfügbare Oncite Factory Edge bietet im Oncite DPS Infrastrukturoptionen für die Ausführung industrienaher Software-Lösungen vor Ort. "Sie ist der ideale Begleiter für die Oncite Industrial Suite mit ihren zahlreichen industriellen Software-Anwendungen", heißt es von Unternehmensseite. Als wesentliche Vorteile der Cloud-nativen Edge-Infrastruktur am Shopfloor werden beispielsweise die schnelle Reaktionsfähigkeit mit kurzer Latenz, geringe Belastung des Netzwerks durch Datenströme und hohe Datensouveränität angegeben. Die Factory Edge biete Flexibilität durch die Cloud-native, skalierbare Bereitstellung von Rechenleistung, Speicherplatz und Anwendungs-Software sowie eine von der Edge aus maßgeschneiderte Multi-Cloud-Anbindung.

GEC (ih)

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