Porträtfoto von Matthias Bölke, Vorstandsvorsitzender der IDTA

Matthias Bölke, Vorstandsvorsitzender der IDTA, begrüßt die Zusammenarbeit mit DENEFF zur Gestaltung ressourcenschonender Anwendungsfälle mithilfe des Digitalen Zwillings (Quelle: IDTA)

"Um hier die Potenziale zu heben, bedarf es realitätsgetreuer digitaler Abbilder der Produktion, sogenannte digitale Zwillinge. Die Mitglieder der IDTA arbeiten an der Umsetzung ebendieser digitalen Zwillinge für die breite, praktische Anwendung. Erste Use Cases zeigen, wie der Weg zu modernen, digitalen und smarten und damit nachhaltigen Industriebetrieben geebnet wird", gibt die IDTA an. Nun will der Verein gemeinsam mit DENEFF für die enormen Energiesparpotenziale sensibilisieren, die sich aus der Nutzung von digitalen Zwillingen ergeben. Außerdem soll das technische Know-how für die Umsetzung des digitalen Zwillings verbreitet werden. Damit soll eine wichtige Basis für die nachhaltige Industrie der Zukunft gelegt werden.

„Die Klimaneutralität der Industrie bis 2045 ist eine Mammutaufgabe", sagt Dr. Tatjana Ruhl, Policypreneur für Dekarbonisierung der Industrie DENEFF. "Die Digitalisierung bietet ein wichtiges Instrument im Konzert der Lösungsansätze, denn mit smarter Technologie können wir den Energieverbrauch nicht nur optimal messen, sondern vor allem Einsparpotenziale ausfindig machen und gezielt ansteuern. Die Zusammenarbeit mit IDTA ermöglicht den Austausch und die Bereitstellung wertvoller Informationen, um die Energieeffizienz im industriellen Sektor zu erhöhen.“

Matthias Bölke, Vorstandsvorsitzender der IDTA, ergänzt: „Neben der Umstellung auf klimaneutrale Energieträge ist die Reduzierung des Energieverbrauchs ein wichtiger Faktor bei der Gestaltung einer nachhaltigen Ökobilanz. Der digitale Zwilling ermöglicht vielfältige Anwendungsfälle, die Unternehmen leistungsfähiger und Maschinen effizienter und Prozesse ressourcenschonender gestalten. Mit ersten Use Cases haben wir bereits gezeigt, wie die Umsetzung im Konkreten gelingen kann. In der Zusammenarbeit mit DENEFF sehen wir eine wichtige Chance, um mit der digitalen Technologie den Trend zur klimaneutralen Industrie anzutreiben.“

Use Cases

Wie der digitale Zwilling im Konkreten Nachhaltigkeitsziele unterstützt, zeigen realisierte Projekte. Als ein Beispiel führt die IDTA das digitale Typenschild an, das durch den Scan eines Codes den CO2-Fußabdruck reduziere. "Umfangreiche Produktinformationen werden digital abgebildet und Druck, Transport und Entsorgung von physischen Handbüchern dadurch vermieden. Der Anwendungsfall des digitalen Produktpasses baut darauf auf und integriert alle Daten, die den gesamten Ressourcenverbrauch eines Produkts abbilden. Damit wird der CO2-Fußabdruck eines Produkts entlang der gesamte Lieferkette zusammengeführt und sichtbar gemacht. Maßnahmen zur Reduktion von Kohlendioxid können so wirkungsvoll vorgenommen werden", wird der Nutzen in einer Pressemeldung verdeutlicht.

Auch zur Ermittlung der Energiebedarfsmessung im Shopfloor diene der digitale Zwilling. "Die Digitalisierung von Messwerten und Systemen erlaubt eine genaue Analyse inklusive bereits bestehender Anlagen. Damit lassen sich Energiebedarf und Ressourcenverbrauch von Anlagen von der Planung bis zum laufenden Betrieb gezielt überwachen und senken", nennt die IDTA ein weiteres Beispiel.

IDTA (ih)

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