Grafik fasst Ergebnisse auf die Frage zusammen: Wie weit sind Industrieunternehmen der DACH-Region beim Einsatz von KI?

Wie weit sind Industrieunternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz? Dieser Frage ging IFS auf der Konferenz IFS Connect DACH 2026 nach und befragte auf der Veranstaltung in München 91 Führungskräfte zu ihrer „KI-Readiness“. (Quelle: IFS)

43 % der befragten Unternehmen gibt laut IFS an, sich aktuell in der Pilotphase zu befinden. Knapp 27 % haben KI bereits in einzelnen Bereichen produktiv im Einsatz, während erst 4 % die Technologie breiter ausgerollt haben. "Viele Industrieunternehmen haben die Experimentierphase hinter sich gelassen und sammeln nun praktische Erfahrungen. Der flächendeckende Einsatz von KI befindet sich jedoch noch am Anfang", so die Experten.

Als größtes Hindernis für die Skalierung von KI nennen 55 % der Befragten Herausforderungen bei der Datenqualität und dem Datenzugriff. Mit deutlichem Abstand folgen die Integration in bestehende IT-Systeme (38 %) sowie fehlende klare Anwendungsfälle beziehungsweise ein nicht eindeutig nachweisbarer Return on Investment (37 %). "Damit liegen die größten Hürden weniger in der Technologie selbst als in den Voraussetzungen für ihren produktiven Einsatz", wird bilanziert.

Dass sich Investitionen in KI bereits auszahlen können, zeigt laut IFS der Blick auf die erzielten Effizienzgewinne: Vier von fünf Unternehmen berichten von konkreten Zeitersparnissen durch den Einsatz von KI. Am häufigsten liegen diese bei ein bis drei Stunden pro Woche (35 %), 11 % der Befragten sparen sogar mehr als sieben Stunden wöchentlich. "Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass viele Pilotprojekte bereits einen messbaren operativen Nutzen schaffen und damit eine wichtige Grundlage für eine spätere Skalierung bilden", lautet eine weitere Erkenntnis.

Das größte Potenzial sehen die Unternehmen in der Optimierung der Lieferkette (32 %), gefolgt von Verbesserungen im Asset Management (20 %) sowie im Kundendienst (15 %). "Die Antworten verdeutlichen, dass Industrieunternehmen in der DACH-Region KI vor allem dort einsetzen wollen, wo sie die operative Effizienz steigern, Prozesse stabilisieren und die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen kann."

Wie zuversichtlich sind die Unternehmen, KI schnell genug einführen zu können, um wettbewerbsfähig zu bleiben? Mit 51 % stuft die Mehrheit ihre Zuversicht als „hoch“ oder „sehr hoch“ ein. 14 % zeigen sich eindeutig skeptisch („sehr gering“ oder „gering“).

„Die Umfrage unterstreicht, dass KI längst keine Zukunftstechnologie mehr ist. Viele Unternehmen erzielen bereits heute messbare Zeitersparnisse und Effizienzgewinne“, kommentiert Sebastian Spicker, Managing Director DACH bei IFS. „Jetzt gilt es, diese Erfolge systematisch auszubauen und KI dort zu verankern, wo sie den größten Mehrwert für Prozesse, Mitarbeitende und Kunden schafft.“

IFS (ih)

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