Impression von der interpack 2026 in Stuttgart

Die interpack 2026 hat die Energie einer ganzen Branche spürbar gemacht. Sie wurde wieder zum globalen Treffpunkt der Processing- und Packaging-Industrie und zeigte, wie konkret der Wandel in Technologie, Materialien und Prozessen bereits umgesetzt wird. (Quelle: Messe Düsseldorf / A. Wiese)

„Das war eine Top-interpack. Stark frequentierte Hallen, ein intensiver Austausch und konkrete Projekte haben gezeigt, welche Kraft in dieser globalen Community steckt. Die interpack ist das wichtigste Treffen der Branche weltweit und diese Ausgabe hat das eindrucksvoll bestätigt“, sagte Thomas Dohse, Director der interpack, zum Abschluss der Messe.

Sieben Tage lang standen konkrete Lösungen und Partnerschaften im Mittelpunkt. Viele Gespräche mündeten nach Veranstalterangaben in Projekten und Investitionsentscheidungen. "Die Messe bestätigte damit ihre Rolle als führende Plattform der globalen Processing- und Packaging-Industrie – mit starkem Besucheraufkommen insbesondere aus der Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie sowie einer hohen Qualität und Dichte führender und innovativer Anbieter", berichtet die Messe Düsseldorf.

Branche im Spannungsfeld

Die interpack 2026 traf auf eine Branche in einer Phase der Transformation. Die Nachfrage nach verpackten Produkten steigt weiter, aber es verschieben sich Anforderungen an Materialien, Produktionssysteme und Lieferstrukturen. Im Fokus stand auf der Messe vor allem die Europäische Verpackungsverordnung (PPWR), die in vielerlei Hinsicht eine Zäsur für die Branche ist.

"Auf der interpack wurde deutlich: Unternehmen reagieren nicht isoliert, sondern systemisch. Die Aussteller zeigten Lösungen, bei denen Material, Maschine und Prozess zunehmend zusammengedacht und aufeinander abgestimmt werden. Damit bestätigt die interpack ihre Funktion als Konjunkturmotor der Branche: Hier werden Projekte angestoßen, Investitionen vorbereitet und wirtschaftliche Dynamik erzeugt", heißt es in der Abschlussmeldung der Messe Düsseldorf.

Automatisierung, datenbasierte Anwendungen und flexible Anlagenkonzepte sind in der industriellen Praxis angekommen und wurden auf der interpack als konkrete Anwendungen von Smart Manufacturing sichtbar. Im Materialbereich lag der Fokus auf innovativen Lösungen, die unter realen Bedingungen funktionieren und regulatorischen Anforderungen entsprechen. Future Skills wurden dort konkret, wo vernetzte und datengetriebene Systeme neue Kompetenzen in der Produktion erfordern. Die persönliche Nähe, das gemeinsame Erleben und der offene Dialog verliehen der interpack eine besondere Intensität.

Specials setzen zusätzliche Impulse

Die weiterentwickelten Specials ergänzten das Messegeschehen und brachten zusätzliche Perspektiven mit ein. Das interpack Spotlight Forum, die Save Food Expert Talks, Women in Packaging, die Start-up Zone und der Young Talents Day machten deutlich, wie breit der Wandel der Branche diskutiert wird – von Technologie und Nachhaltigkeit über Diversität, Gründungskultur und Nachwuchsförderung bis zu Qualifikation und Zukunftskompetenzen.

"Die Branche steht vor großen Aufgaben und begegnet ihnen mit Innovationskraft, Kooperation und dem Willen, Zukunft aktiv zu gestalten. Dazu kommt eine besondere Mischung aus internationaler Dichte, technischer Tiefe und spürbarer Aufbruchsstimmung, die diese interpack geprägt hat", bilanziert der Veranstalter.

Die nächste interpack findet 2029 statt.

Messe Düsseldorf (ih)

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