Breites Anwendungsgebiet

„Künstliche Intelligenz kann bestimmte Arten von Hardware ersetzen – Sensoren werden jedoch weiterhin benötigt. Denn es braucht verlässliche Daten. Es braucht robuste Daten. Und es braucht einfach zu handhabende Messgeräte, um diese zu erfassen. Endress+Hauser verfügt über das entsprechende Portfolio dafür“, so Emily Hoon, Global Industry Manager, Water/ Wastewater/Waste bei der Endress+Hauser Group.

„Künstliche Intelligenz kann bestimmte Arten von Hardware ersetzen – Sensoren werden jedoch weiterhin benötigt. Denn es braucht verlässliche Daten. Es braucht robuste Daten. Und es braucht einfach zu handhabende Messgeräte, um diese zu erfassen. Endress+Hauser verfügt über das entsprechende Portfolio dafür“, so Emily Hoon, Global Industry Manager, Water/ Wastewater/Waste bei der Endress+Hauser Group. (Quelle: Endress+Hauser)

Auf einer Pressekonferenz während des Endress+Hauser Global Forum 2026 im April in Basel/Schweiz gaben Experten von Endress+Hauser und Purecontrol Einblicke in ihre Lösungen, ihre Zusammenarbeit und den Anwendernutzen.

Auf einer Pressekonferenz während des Endress+Hauser Global Forum 2026 im April in Basel/Schweiz gaben Experten von Endress+Hauser und Purecontrol Einblicke in ihre Lösungen, ihre Zusammenarbeit und den Anwendernutzen. (Quelle: VDE VERLAG)

In allen Fällen führen die neu angewandten, optimalen Betriebsbedingungen in der Anlagensteuerung zu Einsparungen. Eine Analyse von Belüftungskosten an fünf kommunalen Belebtschlamm-Kläranlagen mit Ammonium-(NH4-)Sensoren ergab deutliche Einsparungen. Der Einsatz von PurePilot ohne NH4-Online-Sensoren ermöglichte eine durchschnittliche Senkung der Kosten um mehr als 17 % im Vergleich zur Referenzsituation, also der Anlagensteuerung ohne NH4-Messwerte. Wird zusätzlich ein NH4-Sensor in das System ein gebunden, lässt sich die Regelung weiter präzisieren. Das führt gegenüber PurePilot ohne NH4-Daten zu einer zusätzlichen durchschnittlichen Einsparung von 1,6 %. In allen untersuchten Fällen hielten die Anlagen die gesetzlichen Vorgaben zur Stickstoffelimination ein.

Die Kombination aus einer verlässlichen Datengewinnung mit Endress+Hauser-Automatisierungskomponenten und der datengetriebenen industriellen KI zur Echtzeit-Prozessoptimierung hilft nicht nur Wasseraufbereitungsanlagen sparsamer zu betreiben. Beispiele, in denen die KI bereits heute für einen optimierten Betrieb sorgt, reichen von der Temperaturregelung von Verzinkungsbecken in der Stahlveredelung über die Optimierung der Produktionszeiten in Biogasanlagen bis hin zur Regelung von Kühlungs- oder Trocknungsprozessen in der Lebensmittelindustrie.

Auch in diesen Anwendungen lassen sich Energieeinsparungen realisieren. Sie liegen in der Regel zwischen 10 % und 30 % und können weiter gesteigert werden, wenn mehrere Anlagen oder Maschinen über eine digitale Plattform wie Netilion miteinander verglichen und optimiert werden. Das IIoT-Ökosystem von Endress+Hauser verbindet physische Anlagenkomponenten mit digitalen Services und macht aus Prozess- und Gerätedaten nutzbare Informationen. Anwender können damit Anlagenzustände transparenter bewerten, Optimierungspotenziale erkennen und faktenbasierte Entscheidungen treffen – unabhängig vom Standort. Durch den herstellerübergreifenden und skalierbaren Ansatz eignet sich Netilion auch für kleinere und mittlere Betreiber, die ihre Prozesse schrittweise digitalisieren und effizienter betreiben wollen.

Ausblick

Endress+Hauser Digital Solutions und Purecontrol arbeiten derzeit gemeinsam an konkreten nächsten Schritten ihrer Zusammenarbeit. „Bei Endress+Hauser Digital Solutions ist unser Anspruch eindeutig: verlässliche Felddaten in konkrete Handlungsempfehlungen zu überführen, um den Betrieb kritischer Wasserinfrastrukturen zu verbessern. Durch die Kombination aus fortschrittlicher Analytik, intelligenter Optimierung und tiefem Prozessverständnis – gemeinsam mit Partnern wie Purecontrol – entwickeln wir skalierbare digitale Lösungen, die messbaren Mehrwert liefern, von gesteigerter Energieeffizienz bis hin zu höherer operativer Resilienz“, fasst Kevin Rueff, Head of Product Management bei Endress+Hauser Digital Solutions, zusammen.

www.endress.com

Frank Jablonski, Fachjournalist im Auftrag von Endress+Hauser
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