(Quelle: Rothhöft/VDMA)

Mehr als 90 % der Maschinenbauer benötigen zukünftig „Industrie 4.0“-Eigenschaften vom Automatisierungsnetz. Dabei werden mehrheitlich Plug-and-play-Lösungen und die Koexistenz mehrerer Protokolle als wichtige Punkte genannt. Ein Großteil geht zudem davon aus, dass Condition Monitoring und Predictive Maintenance eingesetzt werden. Aber auch eine Cloudanbindung wird von jedem zweiten Maschinenbauer spätestens zukünftig erwartet. Dabei wird kommunikationsseitig OPC UA zur Anbindung des Shopfloor an die Cloud an erster Stelle stehen.

Insgesamt kommt damit auch dem Thema Security eine immer größere Bedeutung zu. So beabsichtigen deutlich mehr Maschinenbauer den Einsatz von erweiterten Security-Maßnahmen als noch vor drei Jahren. Im Fokus stehen dabei Aspekte wie VPN/Verschlüsselung, Benutzer-/Rechteverwaltung und Firewalls. Aber auch Switches mit Security werden vermehrt gewünscht.

Ethernet ist im Maschinenbau mittlerweile Standard: Nur noch 2 % verzichten auf diese Technologie. Am gängigsten ist nach wie vor das Protokoll Profinet, gefolgt von TCP/IP (Leitebene) und TCP/IP (Feldebene). Bei den Herstellern von Fördertechnik/Hebezeugen wird überdurchschnittlich oft Ethernet/IP (46 %) und in der Montage/Handhabung/Robotik Ethercat (38 %) verwendet. Auffällig ist, dass Unternehmen, die mehr als 200 Maschinen jährlich bauen, zukünftig nur noch zu 58 % Profinet nutzen möchten.

Details zur Studie

Die unabhängige Marktstudie „Industrielle Kommunikation / Industrie 4.0 2020“ wurde von Dipl.-Betriebswirtin Michaela Rothhöft, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fachhochschule Südwestfalen, freiberuflich mit Unterstützung des VDMA-Fachverbands elektrische Automation durchgeführt. Im Rahmen dieser Wiederholung von Studien aus den Jahren 2008, 2013 und 2017 gaben im Januar/Februar 2020 deutschlandweit mehr als 300 Maschinenbauunternehmen Auskunft über das Einsatzverhalten und über zukünftige Entwicklungen in den Bereichen Kommunikationstechnologien und Industrie 4.0.

M. Rothhöft (ih)

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