Die Molkerei Gropper GmbH & Co.KG mit Sitz in Bissingen. (Quelle: Heitec AG, Nico Leisner)
Top 3 AI Values für Gropper
1. Energiekosten senken: Höherer Eigenverbrauch des selbst erzeugten Solarstroms und möglichst geringer Netzstrombezug durch vorausschauende Betriebsplanung.
2. CO₂-Emissionen reduzieren: Weniger fossile Energie durch die intelligente Abstimmung von Photovoltaik, Batteriespeichern, BHKW und elektrischer Dampferzeugung.
3. Versorgungssicherheit gewährleisten: Prognosebasierte Planung und Echtzeitsteuerung ermöglichen einen stabilen Betrieb auch bei schwankender Energieerzeugung und wechselndem Produktionsbedarf.
Kundenzitat
Heinrich Gropper, Geschäftsführer und Firmeninhaber der Molkerei Gropper GmbH & Co. KG: "Die Anforderungen an unser Energiesystem sind über die Jahre deutlich gestiegen. Heute steuern wir ein komplexes Zusammenspiel aus PV-Anlage, Speichern und BHKW. Dank der intelligenten Betriebsoptimierung können wir unsere Energiekosten senken und den CO2-Fußabdruck spürbar reduzieren."
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Für eine Molkerei zählen Strom, Dampf und Kälte zu den kritischsten Kosten- und Risikofaktoren. Steigende Preise, volatile Märkte, Klimavorgaben und komplexe Anlagenstrukturen erhöhen die Anforderungen. Einzeltechnologien wie Photovoltaik, Speicher oder Blockheizkraftwerke leisten wichtige Beiträge – entscheidend ist ihr koordiniertes Zusammenspiel.
Ein energieintensiver Betrieb mit hohen Anforderungen
Die Molkerei Gropper GmbH & Co. KG in Bissingen verarbeitet wöchentlich mehr als 10 Mio. l Milch. Entsprechend hoch sind Energiebedarf und Anforderungen an die Versorgungssicherheit. Um Kosten zu senken und die Energieversorgung zu optimieren, investierte Gropper unter anderem in den Solarpark Reichertsweiler, zwei Batteriespeicher und einen elektrischen Dampfkessel. Sie ergänzen die bereits bestehenden Anlagen: zwei BHKW, gasbefeuerte Dampfkessel sowie Absorptions- und Kompressionskälte. Im Solarpark erzeugen 27.552 Photovoltaikmodule mit rund 18 MWp rund 19 Mio. kWh Solarstrom pro Jahr, der direkt für die Produktion genutzt werden kann. Mit der Zahl der Anlagen steigt die Komplexität: Erzeuger, Speicher und Verbraucher müssen abhängig von Produktionsbedarf, verfügbarer Energie und Anlagenzustand koordiniert betrieben werden.
Nullregelung und maximale PV-Nutzung als Ziel
Alle Komponenten folgen einer gemeinsamen Betriebsstrategie in drei Stufen:
Erstens gilt das Prinzip der Nullregelung: Netzbezug und Einspeisung sollen möglichst gegen null gehen. Der Strombedarf des Standorts wird so weit wie möglich aus eigener Erzeugung gedeckt.
Zweitens wird die Photovoltaik maximal genutzt. Dafür werden die BHKW bei PV-Überschuss heruntergefahren oder abgeschaltet, die Batteriespeicher gezielt geladen und entladen und Wärme wo möglich elektrisch erzeugt: Der E-Kessel wandelt PV-Strom in Prozessdampf.
Drittens werden dadurch konventionelle, fossile Energieerzeuger weniger benötigt. Was PV, Speicher und E-Kessel abdecken, müssen BHKW und Gaskessel nicht liefern – das senkt Gasverbrauch und CO₂-Emissionen.