Gruppenbild mit den Vertretern der Gewinnerschulen und MPDV

MPDV zeichnet drei Schulen für ihr Smart-Factory-Engagement aus. Im Bild Vertretern der Gewinnerschulen und MPDV. (Quelle: MPDV)

Für MPDV bedeutet Digitalisierung unter anderem, Prozesse zu automatisieren oder Daten zu strukturieren, um daraus tiefgehende Erkenntnisse zu gewinnen. Industrieunternehmen sorgen damit für mehr Effizienz im Betrieb und steigern die Produktivität. Mit diesen Themen kommen Schülerinnen und Schüler in der Regel nur selten in Berührung. Deswegen hat MPDV das Siegel „Smart Factory Schule“ entwickelt, um Bildungseinrichtungen zu ehren, die das Thema Smart Factory in ihren Lehrplan integrieren. 

Dabei soll mit dem Siegel eine Lücke geschlossen werden: "Bisher fehlte eine sichtbare, einheitliche Anerkennung für Schulen, die sich intensiv im Bereich Smart Factory, bzw. Industrie 4.0 engagieren", so die MPDV-Experten. Ziel des Unternehmens ist es deshalb, Vorreiter sichtbar zu machen, Talente frühzeitig zu fördern und Schülerinnen und Schüler optimal auf die Arbeitswelt und Digitalisierung vorzubereiten.

"Mit unserem Qualitätslabel schaffen wir Orientierung und unterstreichen das Engagement für eine praxisnahe, zukunftsorientierte Bildung", sagt Nathalie Kletti, Geschäftsführerin von MPDV. "Die Auszeichnung ist eine wichtige Anerkennung für das besondere Engagement von Schulen und Motivation, ihr Profil im Bereich Smart Factory zu schärfen. Nur wenn junge Menschen frühzeitig mit diesen Themen in Berührung kommen, können wir sie gezielt fördern und auf den Arbeitsmarkt vorbereiten."

Mehrwert für Schulen und Wirtschaft

Durch die Auszeichnung „Smart Factory Schule“ sollen die Schulen, als Vorreiter für digitale Bildung, von einer gesteigerten Sichtbarkeit und einer klaren Positionierung profitieren. Damit möchte MPDV die Vernetzung mit anderen führenden Schulen und Industriepartnern fördern.

Als  Kriterien für die Vergabe des Siegels sind werden genannt:

  • Smart Factory im Unterricht: Themen wie Fertigungs-IT und Industrie 4.0 sind fester Bestandteil des Lehrplans oder werden projektbasiert behandelt.
  • Workshops und Planspiele: Einbindung von praxisnahen Angeboten oder speziellen Lernspielen.
  • Praxisräume & Lernfabriken: Nutzung von Laboren und Technikräumen zur praxisnahen Vermittlung von Smart-Factory-Inhalten.

Die drei Gewinner-Schulen

Die Auszeichnung Smart Factory Schule erhielten Bildungseinrichtungen aus Neckarsulm, Mosbach und Buchen:

  • Christian-Schmidt-Schule Neckarsulm: In einem modernen Steuerungstechniklabor der Schule, werden Prozesse realitätsnah abgebildet. Die Technikerschule vermittelt im Fach Industrie 4.0 ein tiefes Verständnis für Prozessoptimierung und digitale Steuerungssysteme. „Die Auszeichnung als Smart Factory Schule freut uns sehr. Sie zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Es ist uns wichtig, junge Menschen früh an das Thema Digitalisierung in der Industrie heranzuführen. Die Lernortkooperation mit MPDV ist für uns deshalb ein wichtiger Baustein moderner beruflicher Bildung“, bestätigt Dr. Michael Heil, Schulleiter der Christian-Schmidt-Schule Neckarsulm. 
  • Gewerbeschule Mosbach: Sie verankert Industrie 4.0 praxisnah in der Ausbildung sowie im Technischen Gymnasium und in der Fachschule für Technik. Die Schule arbeitet in regionalen Netzwerken an Lernfabrik-4.0-Konzepten und kooperiert mit Partnern wie der DHBW Mosbach. „Wir verankern Industrie 4.0 praxisnah in unseren Unterricht und behandeln Themen wie Automatisierung, SPS – Speicherprogrammierbare Steuerung, Robotik und Fertigungs-IT. Deswegen sind Kooperationen mit Industriepartnern wie MPDV sehr wertvoll, da die Schülerinnen und Schüler frühzeitig Erfahrung mit modernen Technologien sammeln. Über das Siegel freuen wir uns ganz besonders“, erklärt Andreas Hoffner, Schulleiter an der Gewerbeschule Mosbach.
  • Zentralgewerbeschule Buchen: Die eigene Lernfabrik 4.0 nutzt die Schule auch zur Weiterbildung. Hier werden reale Prozesse durch Smart-Factory-Komponenten wie etwa KI-gestützte Qualitätssicherung ergänzt. „Es ist uns eine große Ehre, mit dem Siegel ausgezeichnet zu werden. Unser Ziel ist, unseren Schülerinnen und Schülern den Zugang zu modernster Technik zu eröffnen. Da Smart Factory eines der zentralen Zukunftsthemen ist, wollen wir es an unserer Schule glaub- und bildhaft sowie realitätsbezogen darstellen und freuen uns explizit über die jährliche Einladung von MPDV hierfür“, erklärt Rainer Kirchgeßner, Fachlehrer der Zentralgewerbeschule Buchen. 

Das Siegel „Smart Factory Schule“ wird kontinuierlich vergeben, um das besondere Engagement und die Innovationskraft von Bildungseinrichtungen im deutschsprachigen Raum zu würdigen.

MPDV (ih)

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