Abbild Protolabs

(Quelle: Protolabs)

Aufgrund des rasanten Wachstums innerhalb der ersten Jahre, das auch durch technologische Fortschritte, wie der Möglichkeit zu automatischen Machbarkeitsanalysen und computergestützten Designhilfen begünstigt wurde, reichte die Garage als Firmensitz bald nicht mehr aus. Nach Firmenangaben wurde Protomold bereits 2004 zu einem der 50 am schnellsten wachsenden Unternehmen im Index von Deloitte erklärt.

Während Protomold zu Beginn nur die Fertigung mittels Spritzguss anbot, wurde das Portfolio 2007 um CNC-Fräßen erweitert. Dadurch wurde es für Ingenieure und Entwickler möglich, ihre Ideen breiter zu verwirklichen – ein Prinzip, dem das Unternehmen bis heute treu geblieben ist. Die Übernahme von Unternehmen, wie Fineline Prototyping aus North Carolina und Alphaform aus Deutschland, stellte wenig später die Grundsteinlegung für die heutige Position im Bereich der additiven Fertigung dar.

Internationale Expansion und Umfirmierung

Die erste europäische Niederlassung wurde im Jahr 2005 in Großbritannien eröffnet; in den darauffolgenden Jahren entstanden weitere in Deutschland, Frankreich, Italien und Schweden. Um auch im asiatischen Raum vertreten zu sein, eröffnete Protolabs im Jahr 2009 einen Standort in Japan. Außerdem erfolgte 2009 die Umfirmierung in Protolabs.

Seit 2014 wird das Unternehmen von Vicki Holt als CEO und Präsidentin geleitet. Den Mut zum Fortschritt und den Willen, den Kunden stets neue Wege aufzuzeigen, verfolgt man dabei bis heute. So wurden bereits früh die Möglichkeiten der additiven Fertigung erkannt und 2016 wurde das 3D Printing Center of Excellence in North Carolina in den USA eröffnet.

Auch die Produktpalette, die das Unternehmen anbietet, wird stetig erweitert. Neben bekannten Materialen, wie Titanlegierungen oder verschiedensten Kunststoffen, bietet Protolabs beispielsweise seit 2018 das duroplastische Harz Microfine Green an. Der Stoff, der mittels Stereolithographie, einer Form der additiven Fertigung, hergestellt wird, eignet sich gut für mikroskopische Anwendungen und besonders diffizile Strukturen. Eine der aktuellsten Neuheiten stellt die Möglichkeit zur Verarbeitung von Kupfer mittels direktem Metall-Lasersintern dar. Dadurch lassen sich in der Verarbeitung von Kupfer innovative Geometrien erstellen.

Beständiger Wachstumskurs

Die Geschäftszahlen von Protolabs zeugen von einem beständigen Wachstum. Wurde fünf Jahre nach Gründung des Unternehmens 10,8 Mio. US-$ Umsatz erzielt, stiegen die Umsatzzahlen bis 2018 auf 445,6 Mio. US-$ an. Mittlerweile hat Protolabs weltweit fast 46.000 Entwickler und Kunden bei der Umsetzung ihrer Ideen unterstützt und über 47 Mio. Teile hergestellt.

„Wir freuen uns, dass wir in den letzten 20 Jahren unseren Teil dazu beitragen konnten, Ideen und Erfindungen wahr werden zu lassen. Nicht nur beim Blick zurück kann man die großartigen Projekte sehen, die wir bislang unterstützen durften“, erklärt Daniel Cohn, General Manager von Protolabs in Deutschland. „Auch in unserer täglichen Arbeit können wir den Erfindergeist und die innovativen Ideen unserer Kunden spüren. Eine großartige Motivation, die uns sicherlich noch lange so weitermachen lässt.“

Anlässlich seines Jubiläums verweist Protolabs darauf, dass der eigene Anspruch, den Kunden die schnelle Herstellung von Teilen zu garantieren, bei der Entwicklung von komplexen Prototypen zu unterstützen und dabei das eigene Portfolio stets auszubauen, auch in den nächsten Jahrzehnten großgeschrieben werde.

www.protolabs.de

Redaktion digital-factory-journal

Ähnliche Beiträge