Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG: „Das starke erste Quartal 2021 versetzt uns in die Lage, unsere Prognose für das laufende Jahr 2021 trotz der bestehenden Unwägbarkeiten nach oben anzupassen. Dabei hilft uns, dass die eingeleiteten strukturellen Maßnahmen Wirkung zeigen. Trotz der Erholungstendenzen bleiben wir weiter vorsichtig. Mit unserer Roadmap 2025 sind wir strategisch gut aufgestellt, um Wachstumspotentiale in Zukunftsfeldern zu realisieren."

Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG: „Das starke erste Quartal 2021 versetzt uns in die Lage, unsere Prognose für das laufende Jahr 2021 trotz der bestehenden Unwägbarkeiten nach oben anzupassen. Dabei hilft uns, dass die eingeleiteten strukturellen Maßnahmen Wirkung zeigen. Trotz der Erholungstendenzen bleiben wir weiter vorsichtig. Mit unserer Roadmap 2025 sind wir strategisch gut aufgestellt, um Wachstumspotentiale in Zukunftsfeldern zu realisieren." (Quelle: Schaeffler)

Wie der weltweit tätige Automobil- und Industriezulieferer mitteilt, lag der Umsatz der Schaeffler-Gruppe in den ersten drei Monaten des Jahres 2021 bei 3,560 Mrd. € (Vorjahr: 3.281 Mrd. €). Dabei wird der währungsbereinigte Anstieg um 11,2 % vor allem auf die deutliche Erholung der Sparte Automotive Technologies zurückgeführt, nachdem die Umsatzentwicklung in der Vorjahresperiode aufgrund der Coronapandemie durch eine stark rückläufige Automobilproduktion belastet war. Die Umsatzerlöse der Sparten Automotive Aftermarket und Industrial stiegen währungsbereinigt im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4,0 % beziehungsweise 3,9 % an.

Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse nach Unternehmensangaben im ersten Quartal in den Regionen Greater China, Asien/Pazifik und Americas teils stark an. In Europa stagnierte der Umsatz und blieb mit einem Rückgang um währungsbereinigt 0,6 % leicht unter dem Wert des Vorjahres. In der Region Greater China betrug das währungsbereinigte Umsatzwachstum 57,1 %, in Asien/Pazifik 12,2 % und in der Region Americas 6,7 %.

Die Schaeffler Gruppe erzielte in den ersten drei Monaten ein Ebit vor Sondereffekten in Höhe von 403 Mio. € (Vorjahr: 212 Mio. €). Dies entspricht einer Ebit-Marge vor Sondereffekten von 11,3 % (Vorjahr: 6,5 %). Die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf Skaleneffekte zurückzuführen. Zudem zeigen die strukturellen Maßnahmen, die in den vergangenen Jahren eingeleitet wurden, zunehmend Wirkung.

Das Ergebnis im Berichtszeitraum war durch Sondereffekte in Höhe von 15 Mio. € belastet (Vorjahr: 302 Mio. €). Das Ebit betrug 388 Mio. € (Vorjahr: minus 90 Mio. €). Hierin enthalten sind Aufwendungen für Restrukturierungen im Rahmen der divisionalen Teilprogramme der Roadmap 2025.

Automotive Technologies: starkes Wachstum, besonders in Greater China

Die Sparte Automotive Technologies erzielte während der ersten drei Monate Umsatzerlöse in Höhe von 2.281 Mio. € (Vorjahr: 2.008 Mio. €). Währungsbereinigt stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr volumenbedingt um 15,8 %. Das Umsatzwachstum ist besonders auf die Unternehmensbereiche Getriebesysteme und E-Mobilität zurückzuführen. Der Unternehmensbereich E-Mobilität konnte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen währungsbereinigten Umsatzzuwachs um 26,5 % erreichen, der Umsatz des Unternehmensbereichs Getriebesysteme stieg währungsbereinigt um 18,5 %. Trotz eines hohen Niveaus im Vergleichszeitraum des Vorjahres in der Region Greater China konnte eine Outperformance der globalen Automobilproduktion von 1,8 Prozentpunkten erreicht werden.

In der Region Greater China betrug das Umsatzwachstum auf währungsbereinigter Basis 74,3 % und lieferte damit einen maßgeblichen Anteil zum positiven Gesamtergebnis der Sparte Automotive Technologies.

In den ersten drei Monaten wurde ein Ebit vor Sondereffekten in Höhe von 246 Mio. € (Vorjahr: 47 Mio. €) erzielt. Die Ebit-Marge vor Sondereffekten lag im selben Zeitraum bei 10,8 % und somit deutlich über dem Vorjahreswert von 2,3 %. Die außerordentlich starke Ebit-Marge vor Sondereffekten im Berichtszeitraum war maßgeblich auf Skaleneffekte zurückzuführen. Zudem wirkten sich die eingeleiteten strukturellen Maßnahmen positiv aus.

Automotive Aftermarket: hohes Umsatzwachstum außerhalb Europas

Die Sparte Automotive Aftermarket verzeichnete im Berichtszeitraum einen Umsatz in Höhe von 444 Mio. € (Vorjahr: 446 Mio. €), was auf währungsbereinigter Basis einem Umsatzwachstum um 4,0 % entspricht.

In allen Regionen entwickelten sich die Umsätze deutlich positiv, mit Ausnahme der umsatzstärksten Region Europa, in der die Umsatzentwicklung heterogen verlief und die im Ergebnis auf währungsbereinigter Basis einen Rückgang um 3,1 % verzeichnete. In der Region Greater China war der Umsatzanstieg um 73,8 % auf währungsbereinigter Basis insbesondere auf eine Erholung des Independent Aftermarket-Geschäfts zurückzuführen. Zudem wirkte sich die Ausweitung des E-Commerce-Geschäfts positiv auf die Umsatzentwicklung aus.

Auf dieser Basis betrug das Ebit vor Sondereffekten 57 Mio. € (Vorjahr: 77 Mio. €). Dies entspricht einer Ebit-Marge vor Sondereffekten von 12,9 % (Vorjahr: 17,2 %). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist dabei im Wesentlichen auf gestiegene Produktkosten zurückzuführen. Darüber hinaus wirkten planmäßig anfallende Kosten durch die Inbetriebnahme des Montage- und Verpackungszentrums in Halle (Saale) ergebnismindernd.

Industrial: Ebit-Marge deutlich verbessert

Die Sparte Industrial erzielte im ersten Quartal Umsatzerlöse in Höhe von 836 Mio. € (Vorjahr: Mio. €) was auf währungsbereinigter Basis einem Umsatzwachstum um 3,9 % entspricht.

Trotz eines lediglich stabilen Umsatzverlaufs in der Region Americas und Umsatzrückgängen in der Region Europa, konnte durch einen volumenbedingten Anstieg in den Regionen Greater China und Asien/Pazifik ein leichtes Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal erzielt werden. In der Region Greater China stiegen die Umsätze währungsbereinigt um 27,1 %. Die gute Entwicklung ist vor allem auf die Geschäftslage in den Sektorclustern Wind und Power Transmission zurückzuführen. Die Umsatzentwicklung in Europa war nach wie vor durch die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie geprägt und auf währungsbereinigter Basis mit minus 7,3 % gegenüber dem Vorjahreswert rückläufig.

Die Sparte Industrial erzielte in den ersten drei Monaten ein Ebit vor Sondereffekten in Höhe von rund 99 Mio. € (Vorjahr: 88 Mio. €), was einer Ebit-Marge vor Sondereffekten von 11,9 % entspricht (Vorjahr: 10,7 %). Die positive Margenentwicklung ist im Wesentlichen auf die strukturellen Maßnahmen zurückzuführen, die im vergangenen Jahr eingeleitet wurden.

Prognose für 2021 angehoben

Die Schaeffler-Gruppe hat ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2021 angehoben und rechnet nunmehr mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von mehr als 10 % (bisher mehr als 7 %). Dieser Wert basiert insbesondere auf einer angehobenen Markteinschätzung für das globale Wachstum der Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen. In diesem Segment wird ein Anstieg um rund 10 % auf 82 Mio. produzierte Fahrzeuge erwartet. Die Markteinschätzungen für die Sparte Automotive Aftermarket gelten im Wesentlichen unverändert. Für die Sparte Industrial wird eine verbesserte Markteinschätzung angenommen.

Auf dieser Basis geht das Unternehmen davon aus, im Geschäftsjahr 2021 eine Ebit-Marge vor Sondereffekten in Höhe von 7 % bis 9 % (bisher 6 % bis 8 %) zu erzielen.

Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet die Schaeffler-Gruppe nun zudem einen gegenüber dem Vorjahr verringerten Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten in Höhe von über 300 Mio. € (bisher: rund 100 Mio. €).

Schaeffler (ih)

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