Porträt Maria Christina Bienek, Geschäftsführerin des SEF Smart Electronic Factory e.V.

Maria Christina Bienek ist Geschäftsführerin des SEF Smart Electronic Factory e.V. (Quelle: SEF)

„Die Corona-Krise führt derzeit auch den Skeptikern die Relevanz der Digitalisierung vor Augen. Durch Corona wird das Arbeiten und Agieren über das Internet schlagartig unverzichtbar für die Fortführung der Geschäftstätigkeiten im Sinne der ,Business Continuity' in vielen Unternehmen“, erklärt Maria Christina Bienek, Geschäftsführerin des SEF Smart Electronic Factory e.V. „Auch Firmen, die sich bisher vor der Nutzung von Onlineangeboten, wie Webkonferenzen und Home Office gescheut haben, erkennen jetzt den Wert und die Vorteile digitaler Lösungen. So ist beispielsweise ein Flug nach Berlin viel aufwendiger und kostenintensiver als ein Online Meeting, das sich oftmals sogar als produktiver erweist.“

Anschub auch für Gaia-X-Projekt

Was heute mit Home Office und digitalem Schulunterricht Fahrt aufnimmt, kann sich morgen zu erfolgreichen Geschäftsmodellen aus Big-Data und Machine Learning (ML) entwickeln, ist sie weiter überzeugt. „Diese aktuell rasante Entwicklung und daraus resultierende Sensibilisierung kann unter anderem auch für das Gelingen des Europäischen Projektes Gaia-X entscheidend sein“, erklärt M. C. Bienek.

Das Projekt Gaia-X wurde von Vertretern der deutschen Bundesregierung, Wirtschaft sowie Wissenschaft initiiert und anlässlich des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) organisierten Digital Gipfels 2019 offiziell vorgestellt. Es beeinhaltet Überlegungen für eine sichere und vernetzte Dateninfrastruktur. Es soll ein transparentes digitales Ökosystem für Europa geschaffen werden, in dem Daten und Dienste verfügbar gemacht, zusammengeführt und vertrauensvoll geteilt werden können.

„Gaia-X werden wir nur erfolgreich umsetzen können, wenn wir lernen, zielgerichtet und konsequent in Europa die Digitalisierung voranzutreiben – und vermutlich bringen uns die Umstände der Corona-Krise schneller auf diesen Weg. Um die gesteckten Ziele zu erreichen, wird auch unser Verein weitere Lösungen für den Mittelstand zur kontinuierlichen Verbesserung und Umsetzung der digitalen Prozesse entwickeln. Die zahlreichen Mitglieder unseres Vereins tragen mit ihren Produkten, Lösungen und gemeinsamen Projekten zur Erreichung dieser Ziele bei“, erklärt Siegfried Wagner, Pressesprecher des SEF Smart Electronic Factory e.V. 

Der Smart Electronic Factory e.V. betreibt mit seinen Mitgliedern aus Wirtschaft und Wissenschaft in zwei realen Fabriken Forschungs- und Entwicklungsumgebungen für Industrie-4.0-Anwendungen. Alle dabei entwickelten Lösungen haben zum Ziel, Industrie 4.0 – insbesondere für den Mittelstand – wirtschaftlich und nutzbringend in die Praxis zu bringen. 

SEF (ih)

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