Sichere Speicherung

Frederik Effenberger, Industry Manager Decarbonization bei der Endress+HauserFirmengruppe: „Unsere Lösungen tragen maßgeblich zur Reduzierung der CO2Emissionen bei, wobei die Eigenschaften und Konnektivität der installierten Messgeräte in der Umsetzung über den Erfolg entscheiden.“

Frederik Effenberger, Industry Manager Decarbonization bei der Endress+HauserFirmengruppe: „Unsere Lösungen tragen maßgeblich zur Reduzierung der CO2Emissionen bei, wobei die Eigenschaften und Konnektivität der installierten Messgeräte in der Umsetzung über den Erfolg entscheiden.“ (Quelle: Endress+Hauser)

Mit den Softwarelösungen Netilion und Heartbeat Technology bietet Endress+Hauser Überwachungsund Steuerungsmöglichkeiten für CCUSAnwendungen.

Mit den Softwarelösungen Netilion und Heartbeat Technology bietet Endress+Hauser Überwachungsund Steuerungsmöglichkeiten für CCUSAnwendungen. (Quelle: Endress+Hauser)

Die Speicherung des CO2 erfolgt in der Regel unterirdisch in tiefen, porösen Gesteinsformationen oder unter dem Meer beispielsweise in den Sandsteinschichten der Nordsee. Häufig genutzte Lagerstätten sind erschöpfte Öl- und Gasfelder oder salzhaltige Aquifere. „In diesen Formationen wird das CO2 in einem überkritischen Zustand injiziert, wo es sicher eingeschlossen bleibt. Eine dichte Deckschicht verhindert das Entweichen. Um die Sicherheit zu gewährleisten, ist eine kontinuierliche Überwachung der Speicherorte entscheidend, um das Risiko von Leckagen zu minimieren“, erläutert F. Effenberger.

Vielfältige Möglichkeiten der Wiederverwendung

Die Wiederverwendung von CO2 findet unter anderem in Industriezweigen statt, die auf den Rohstoff angewiesen sind, beispielsweise Treibhäuser, um das Pflanzenwachstum zu fördern und den Ernteertrag zu steigern, die Lebensmittelindustrie zum Aufsprudeln von Getränken und zum Abfüllen von Bier oder die Chemieindustrie bei der Herstellung von Methanol.

Aber auch im Zusammenhang mit Wasserstoff bietet die Wiederverwendung von CO2 für die Chemieindustrie Vorteile, wie F. Effenberger ausführt: „Mischt man die beiden Gase, treten je nach den Reaktionsbedingungen und dem Verhältnis verschiedene chemische Reaktionen auf.“ Als eine häufige nennt er die sogenannte Fischer-Tropsch-Synthese, bei der CO2 und Wasserstoff unter Druck sowie in Gegenwart eines geeigneten Katalysators zu Kohlenwasserstoffen umgewandelt werden, zum Beispiel Methan oder Synthesegas. „Diese Synthese kann zum Einsatz kommen, wenn es um die Herstellung von Treibstoffen oder chemischen Grundstoffen geht. Wenn man hingegen Wasserstoff nicht erst umwandeln möchte, dann kann man diesen auch zur Senkung der CO2-Ausstöße dem Erdgas beimischen“, berichtet er. Da hierzu die genaue Gaszusammensetzung gemessen werden muss, spielt die Messtechnik wiederum eine entscheidende Rolle. Beispielsweise geschieht eine Beimischung bei der Speisung von Gasturbinen. „Hier können Unternehmen mithilfe von Durchflussmesstechnik sowie optischer Analysemesstechnik von Endress+Hauser die Mixtur aus Erdgas und H2 bestimmen und die Anlage Schritt für Schritt auf reinen Wasserstoffbetrieb umrüsten. Auch die Beimischung von H2 in Winderhitzer von Hochöfen – bekannt unter dem Schlagwort Green Steel – verfolgt diesen Ansatz“, sagt F. Effenberger.

Dekarbonisierung braucht Messtechnik

Um die CO2-Wende zu realisieren, bedarf es einer Vielzahl von Maßnahmen und der Nutzung verschiedener technologischer Ansätze, insbesondere im Bereich der Messtechnik. Endress+Hauser liefert ein breites Spektrum an innovativen Geräten, Lösungen und Applikationen, die den Prozess der Umstellung der Chemieindustrie auf emissionsfreie Technologien unterstützen. Von präzisen Durchflussmessgeräten bis hin zu hoch entwickelten Gasanalysatoren bietet das Unternehmen maßgeschneiderte Lösungen, die es Anwendern ermöglichen, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren und einen nachhaltigeren Betrieb zu gewährleisten.

Für den Erfolg von CCUS ist aus Sicht von F. Effenberger eine enge Zusammenarbeit zwischen Industrie, Forschung und Politik wesentlich „Klare regulatorische Rahmenbedingungen, Investitionen in Infrastruktur und Forschung sowie ein koordiniertes Vorgehen sind entscheidend, um die Effizienz der Technologien zu steigern und zur Erreichung der Klimaziele beizutragen“, sagt er abschließend.

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