Porträtbild von Dr. Mats Gökstorp, Vorsitzender des Vorstands der Sick AG

Dr. Mats Gökstorp, Vorsitzender des Vorstands der Sick AG (Quelle: Sick/Nils Hendrik Müller)

Das Jahr 2025 war in wirtschaftlicher und geopolitischer Hinsicht von vielen Herausforderungen und Unsicherheiten geprägt. Dies bestimmte auch den Sick-Geschäftsverlauf. Neben einer anhaltenden Marktschwäche werden ungünstige Wechselkurse, die globale handelspolitische Entwicklung sowie zunehmender Wettbewerbs- und Preisdruck, insbesondere aus China, als wesentliche Belastungen für 2025 genannt.  

Das Umsatzplus von 6,5 % auf 1,85 Mrd. € führt das Unternehmen auf Innovationen und die Fokussierung auf strategische Industriemärkte zurück. So habe man in einem turbulenten Marktumfeld seine Position behaupten und mit Sensorlösungen Marktanteile gewinnen können. Bei Annahme unveränderter Durchschnittskurse zum Vorjahr wären die Umsatzerlöse um 9,3 % gestiegen. 

Für die Region Asien-Pazifik gibt Sick eine Umsatzsteigerung im zweistelligen Prozentbereich an und stellt China heraus. Das Wachstum in den Regionen EMEA und Americas fiel mit rund 4 % bzw. <3 % deutlich geringer aus. Das starke Wachstum im Heimatmarkt Deutschland sei durch einmalige Sondereffekte positiv beeinflusst worden. 

Wachstumschancen nutzen 

„Mit Blick auf die weiterhin herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Unsicherheiten in vielen Märkten haben wir 2025 das Umsatzwachstum im erwarteten Rahmen steigern können. Dennoch stellt uns das Ergebnis in der Gesamtbewertung nicht vollständig zufrieden, denn die Umsätze und Auftragseingänge lagen trotz zuletzt anhaltender Wachstumsdynamik unterhalb des Niveaus früherer Jahre", kommentierte Dr. Mats Gökstorp, Vorsitzender des Vorstands der Sick AG, die Zahlen. "Unsere anhaltend hohen Investitionen und Ausgaben für Forschung und Entwicklung bilden eine gute Basis für den weiteren Ausbau der Geschäftstätigkeit und das zukünftige Wachstum des Konzerns. Gleichzeitig müssen die internen Strukturen den neuen Marktgegebenheiten angepasst werden. Hierbei liegt unser Fokus auf dem zu hohen Kostenniveau in Deutschland.“  

Jan-H. Eberhardt, Finanzvorstand der Sick AG, ergänzte: „Sick verfügt über eine solide Bilanzstruktur. Unsere strategischen Innovationen wollen wir auch in Zukunft aus eigener Kraft finanzieren, um Wachstumschancen nutzen zu können. Im Geschäftsjahr 2025 haben wir durch die konsequente Optimierung interner Strukturen und Prozesse sowie eine anhaltende Kostendisziplin unser Ergebnis stabilisieren können. Die weitere Verbesserung unserer Ertragskraft ist wichtiges Ziel, um als unabhängiges Familienunternehmen erfolgreich zu sein.“  

Zum Bilanzstichtag 31.12.2025 beschäftigte der Sick‑Konzern 10.158 Mitarbeitende und damit 0,2 % weniger als im Vorjahr. Forschung und Entwicklung spielten auch 2025 eine wichtige Rolle für die Innovationskraft des Unternehmens und trugen maßgeblich zur Umsetzung neuer Produktideen bei. 

Ausblick auf 2026

„Für das Jahr 2026 rechnen wir mit anhaltenden Unsicherheiten wie geopolitischen Spannungen, handelspolitischen Risiken durch dauerhaft hohe Zollniveaus, denen wir mit fortgeführten Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung und einer hohen Marktpräsenz begegnen. Die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs im Nahen Osten sind derzeit nicht absehbar. Stark steigende Energiepreise und unterbrochene Lieferketten dämpfen die Erwartungen“, so Dr. M. Gökstorp. „Mit intelligenten Sensorlösungen und einem klaren Fokus auf Automatisierung, Logistik und Industrial AI richtet Sick den Blick auf profitables Wachstum im Jahr 2026. Die Kombination aus klarer Strategie, konsequentem Fokus und gesteigerter Leistungsfähigkeit ist dabei der entscheidende Hebel, um Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, Marktanteile auszubauen und das Unternehmen nachhaltig zukunftsfähig aufzustellen“, so Dr. M. Gökstorp weiter.    

Sick (ih)

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