Die Smart Production Solutions - SPS, 35. internationale Fachmesse für industrielle Automation, findet vom 24. bis 26. November 2026 in Nürnberg mit rund 1.150 Ausstellern statt. (Quelle: Mesago Messe Frankfurt GmbH / Arturo Rivas)
„Die Automatisierungsbranche steht derzeit vor zwei zentralen Aufgaben: das Potenzial von künstlicher Intelligenz erfolgreich in die industrielle Praxis zu überführen und gleichzeitig steigende Anforderungen an die Cybersicherheit zu erfüllen. Die SPS bietet für beide Themen die passende Plattform für Information, Austausch und konkrete Lösungsansätze“, erklärt Sylke Schulz-Metzner, Vice President SPS.
Industrial AI: Von der Vision in die Praxis
Die Automatisierungsbranche beschäftigt sich zunehmend mit der praktischen Umsetzung von KI. Auf der SPS zeigen Aussteller, wie AI bereits heute in Engineering, Produktion und Instandhaltung eingesetzt wird und welche Mehrwerte daraus entstehen. Ergänzt wird die Messe durch rund 30 Fachvorträge und Diskussionsrunden auf den Messeforen, die Chancen, Herausforderungen und konkrete Einsatzszenarien für den industriellen Alltag beleuchten. Einen vertieften Einblick bietet der Themenblock Industrial AI auf der Technology Stage powered by VDMA/ZVEI am zweiten Messetag. Zu den Beiträgen zählt unter anderem der Vortrag „Open SmartFactory Architecture: Der Bauplan für die Software Defined Industry“ von Prof. Martin Ruskowski, Vorstandsvorsitzender der SmartFactoryKL.
Hinweis in eigener Sache: Auch die Redaktion des Digital Factory Journals ist mit einer Podiumsdiskussion zum Thema "AI Value in Industry" am Start: Gemeinsam mit Experten von Aveva, Limtronik, Siemens und Xitaso werden konkrete Use Cases und der dabei aus KI gewonnnene Mehrwert vorgestellt. Dabei reicht die Spanne von Agentic AI über RAG bis hin zu Physical AI. Diskutiert wird am 25.11. von 14:20 bis 15:00 Uhr in Halle 6 auf der Stage (Stand 140). Die Teilname ist für jeden Besucher möglich.
Orientierung rund um den Cyber Resilience Act
Mit den seit September 2026 geltenden Meldepflichten und dem vollständigen Inkrafttreten des Cyber Resilience Act Ende 2027 beschäftigt die neue EU-Verordnung Hersteller und Betreiber gleichermaßen. Die Anforderungen betreffen sämtliche Produkte mit digitalen Elementen, die in der EU hergestellt, importiert oder vertrieben werden.
Auf der SPS erhalten Besucher Orientierung zu Auswirkungen, Fristen und Umsetzungsmöglichkeiten. Zu den Programmhöhepunkten zählen unter anderem Vorträge auf der Technology Stage powered by VDMA/ZVEI in Halle 3:
- „CRA: Das Ende ihrer aktuellen digitalen Produkte?“ mit Moises Lorenzo-Leon, Heitec AG, am 25. November von 16:05 bis 16:25 Uhr. Im Fokus stehen die Auswirkungen der neuen Verordnung auf bestehende und zukünftige Produkte.
- „CRA: Von der gesetzlichen Vorgabe zur erfolgreichen Umsetzung“ mit Wolfgang Straßer, @-yet GmbH, direkt im Anschluss von 16:25 bis 16:45 Uhr. Der Vortrag zeigt, wie Maschinen- und Anlagenbauer die gesetzlichen Vorgaben praxisnah, effizient und zukunftssicher umsetzen können.
Guided Tours
Wer Innovationen im direkten Austausch mit Experten erleben möchte, kann auf der SPS an kostenfreien Guided Tours teilnehmen. Die von der SmartFactoryKL Guided Tour „Software Defined Industry Live“ führt Besucher zu ausgewählten Unternehmen der Hard- und Softwarebranche und zeigt anhand konkreter Anwendungen, wie die Fabrikautomation der nächsten Generation durch die Vernetzung von IT und OT sowie softwarebasierte Ansätze gestaltet wird. Stationen der Tour sind unter anderem Wibu-Systems, Xitaso, Yaskawa, B&R Industrial Automation und Pilz.
Praxisnahe Einblicke in die industrielle Vernetzung bietet zudem die 5G-ACIA Guided Tour. Besucher erfahren, wie Industrial 5G bereits heute in Produktion, Logistik und Automatisierung eingesetzt wird und lernen bei Unternehmen wie Siemens, Phoenix Contact, Ericsson Enterprise Wireless Solutions, NXP Semiconductors Germany, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT und Druid Software konkrete Anwendungsbeispiele kennen.