Im Vergleich zu seinem Vorgänger 4G (LTE) bietet der Mobilfunkstandard 5G eine höhere Datenübertragungsrate (bis zu 10 Gbit/s), eine niedrigere Latenzzeit, eine höhere Netzkapazität und bewältigt eine größere Gerätedichte.

Im Vergleich zu seinem Vorgänger 4G (LTE) bietet der Mobilfunkstandard 5G eine höhere Datenübertragungsrate (bis zu 10 Gbit/s), eine niedrigere Latenzzeit, eine höhere Netzkapazität und bewältigt eine größere Gerätedichte. (Quelle: stock.adobe.com_ipopba_459631898)

„Das neue 5G-Netzwerk wird insbesondere für seine geringe Latenzzeit geschätzt. Die Latenzzeit bezieht sich auf die Zeit, die zwischen dem Senden eines Signals von einem Gerät zum Empfangen und Verarbeiten der Daten durch ein anderes Gerät benötigt wird. Im Vergleich zu 3G und 4G bietet 5G eine deutlich niedrigere Latenzzeit, was beispielsweise für Anwendungen im Bereich der industriellen Automatisierung von Vorteil ist. Dank 5G ist ein sicherer Fernzugriff auf Maschinen und Anlagen möglich, selbst an abgelegenen Orten. Die verbesserte Datenverbindung und Reaktionsfähigkeit erleichtern die Fernsteuerung, und sorgen dafür, dass Ingenieure nahtlos eingreifen und Probleme schnell beheben können. Somit ist ein reibungsloser Betrieb gewiss.

Die schnellere Datenverbindung spart Zeit – etwa, wenn bei Machine-Learning-Anwendungen Daten in Echtzeit übertragen und ausgewertet werden. So lassen sich neue Einstellungen bei Maschinen sofort testen. Auch bei der Qualitätskontrolle ist eine schnellere Reaktion auf fehlerhafte Produktion möglich.

5G ermöglicht eine höhere Kapazität des Datenvolumens und fördert somit eine engere und schnellere globale Kommunikation. Dennoch stehen Unternehmen bei der Implementierung des neuen Mobilfunkstandards auch vor einigen Herausforderungen: Hierzu ist es wichtig zu wissen, dass die tatsächliche Latenzzeit in 5G-Netzwerken von verschiedenen Faktoren abhängt, beispielsweise der firmeninternen Netzwerklast oder der Entfernung zwischen den Geräten, welche die Signale senden und empfangen. Weitere Faktoren sind die Qualität der Netzwerkinfrastruktur und Anforderungen der jeweiligen Anwendung.

Um also optimale Bedingungen für 5G zu bieten, empfiehlt es sich für Unternehmen, als ersten Schritt bei der Implementierung die firmeninterne Infrastruktur zu prüfen. Beispielsweise kann die Interoperabilität zwischen einem 5G-Netzwerk und unterschiedlichen Geräten zu einem Hindernis werden. Es ist also wichtig, dass die verschiedenen im Unternehmen eingesetzten Hersteller und Anbieter miteinander kompatibel sind, um eine reibungslose Kommunikation zu gewährleisten. 

Des Weiteren werden die Mobilfunknetze mit zunehmendem Einsatz von Echtzeitanwendungen komplexer. Das erschwert wiederum das Finden und Beheben von Fehlern im System. Hierfür empfiehlt es sich, entsprechendes Fachpersonal zu schulen und bei eventuell auftretenden Problemen einzusetzen.

Außerdem können Echtzeitanwendungen Schwierigkeiten auslösen – etwa, wenn kritische Anwendungssysteme keine Überschreitungen von Reaktionszeiten tolerieren. Redundante Systeme können solche Situation größtenteils vermeiden. Trotz einiger Herausforderungen ist die Industrie bestrebt, die Einführung von 5G erfolgreich zu gestalten und die bestehenden Hindernisse zu überwinden.

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