IO-Link-Master mit OPC UA

Dr. Thomas Sebastiany ist Leiter des Geschäftsfelds Systeme des Geschäftsbereichs Factory Automation bei Pepperl+Fuchs (Quelle: Pepperl+Fuchs)
Als praktisches Beispiel nennt Dr. T. Sebastiany die Multilink-Technologie der IO-Link-Master von Pepperl+Fuchs Comtrol. Sie leiten die Prozessdaten von IO-Link-Sensoren an die Steuerung und können per Modbus TCP oder OPC UA parallel Indexed Service Data Units (ISDU) an Scada-Systeme oder in IIoT-Clouds übertragen. Dank der OPC-UA-Fähigkeit ist zudem die einfache, parallele Weitergabe der Prozessdaten möglich. „So kann weltweit auf installierte Geräte, wie IO-Link-Sensoren die an einen IO-Link-Master angeschlossen sind, über das Internet auf die Daten zugegriffen und ein Abbild der Produktion oder der Logistik erstellt werden“, erläutert der Bereichsleiter. „Zugleich können eventbasierte, wartungsrelevante Daten zum Auslösen entsprechender Aktionen genutzt werden, so etwa wenn nach einer bestimmten Anzahl von Zyklen ein Reinigungsvorgang oder der Austausch eines Verschleißteils nötig wird. Bei Unregelmäßigkeiten, die als Abweichung von einem Sollwertbereich definiert sind, können Warnhinweise generiert werden.“
Bei der Realisierung von Cloudanwendungen bietet Pepperl+Fuchs zudem durch das 100%ige Tochterunternehmen Neoception. Unterstützung und Komplettlösungen inklusive Softwareanbindung. Sensorik, Übertragungstechnologie und Softwarelösung kommen so aus einer Hand.
Das Sprachtalent
Ein weiteres Beispiel für neue Optionen mit Geräten von Pepperl+Fuchs Comtrol bietet die Produktfamilie Devicemaster. Diese Schnittstellenumsetzer gibt es mit und ohne Gateway-Funktion. In der einfacheren Variante „dolmetschen“ sie zwischen seriellen Schnittstellen (RS-232/-422/-485) und TCP/IP-Protokollen. Damit lassen sich vorhandene Installationen mit serieller Schnittstelle ohne strukturelle Umgestaltung in die PC-Welt integrieren.
Mit der zusätzlichen Gateway-Funktion können RS-232/-422/-485 oder TCP/IP in die deterministischen Protokolle von Profinet und Ethernet/IP überführt werden. Beide Varianten unterstützen zusätzlich auch Modbus und ermöglichen die Anbindung an herkömmliche Steuerungen und HMI-Lösungen. Die Geräte stützen sich dabei auf hochentwickelte Interface-Funktionen für Rohdaten, mit denen die SPS-Programmierung robuster Prozesse vereinfacht wird. Sie erlauben eine unkomplizierte Anbindung von Sensoren an die Steuerungsebene.