(Quelle: fotolia.com / Jakub Jirsák)
Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung, erklärt: „Mit der Gründung eines Sicherheitsinstituts für künstliche Intelligenz zieht Deutschland mit Staaten wie Großbritannien, den USA oder Frankreich gleich, die bereits eigene Institute aufgebaut haben. KI-Systeme eröffnen neue Möglichkeiten, damit gehen aber auch neue Risiken einher. Mit der Einrichtung eines Sicherheitsinstituts für KI schafft Deutschland die Voraussetzungen, solche Risiken frühzeitig fundiert einschätzen zu können.
Das DE-AISI sollte ein von bestehenden Einrichtungen abgegrenztes Forschungsmandat erhalten und ein Lagebild mit Blick auf die neuen sogenannten Frontier-Modelle erstellen. Im Zentrum müssen neue systemische Risiken für Deutschlands Sicherheit und Souveränität stehen. Fragen des Arbeits-, Verbraucher- und Datenschutzes oder der KI-Ethik werden bereits an anderer Stelle kompetent behandelt. Das neue Sicherheitsinstitut wird nur erfolgreich sein können, wenn wir dafür internationale Spitzenkräfte gewinnen. Dafür braucht das Institut mindestens eine Finanzierung auf dem Niveau des britischen AISI.“
Ein Bitkom-Positionspapier zum „Deutschen AI Security Institut“ steht online zum Download bereit unter: www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Deutsches-AI-Security-Institut
Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands, führt aus: „Die Einrichtung eines deutschen AI Security Institute ist ein wichtiges Signal für den KI-Standort Deutschland. Wer das Potenzial von künstlicher Intelligenz nutzen will, muss die Risiken von KI verstehen und Vertrauen in ihre Sicherheit, Zuverlässigkeit und Transparenz schaffen.
Deutschland hat die Chance, bei sicherer und vertrauenswürdiger KI eine internationale Führungsrolle einzunehmen. Das AI Security Institute kann dazu beitragen, Deutschland und Europa als Standorte für sichere KI zu stärken und internationale Standards für vertrauenswürdige KI mitzugestalten.
KI-Systeme müssen sich verlässlich prüfen und bewerten lassen. Entscheidend wird sein, dafür wissenschaftlich fundierte Methoden zu entwickeln und sie in der Praxis anwendbar zu machen. Mit dem TÜV AI.Lab arbeiten die TÜV-Unternehmen bereits daran, Prüf- und Bewertungsmethoden für KI-Systeme zu entwickeln. Ziel ist es zentrale Anforderungen wie Transparenz, Robustheit, Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit mess- und überprüfbar zu machen.
Wichtig ist zudem, bestehende Kompetenzen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Aufsicht und Prüfwesen zusammenzuführen. Nur so entsteht ein Institut, das international anschlussfähig ist und Unternehmen bei der sicheren Entwicklung und dem Einsatz von KI wirksam unterstützt.“