Bild zeigt einen Teil des Gebäudes, in dem die Autodesk University 2025 in Nashville stattfindet

Die Autodesk University findet in diesem Jahr vom 16. bis 18. September in Nashville statt. Auch für den D&M-Sektor bietet die Veranstaltung zahlreiche Highlights: Autodesk stellt wegweisende KI-Funktionen vor, die den gesamten Produktentwicklungsprozess neu definieren. (Quelle: Autodesk)

Auf der Autodesk University 2025 stellt Autodesk wegweisende KI-Funktionen vor, die den gesamten Produktentwicklungsprozess neu definieren. Im Fokus stehen vor allem drei Innovationen: generativ KI-gestützte, editierbare BREP-Geometrie in Fusion, ein agentenbasierter Autodesk Assistant sowie eine erweiterte Zusammenarbeit mit Microsoft für kontextuelle Visualisierung und nahtlosen Export in Microsoft 365. Gemeinsam reduzieren diese Neuerungen den Routineaufwand, beschleunigen Iterationen und verbinden Design und Kreativität direkt mit produktionsreifen Ergebnissen.

Zukunftsweisende Lösungen in herausfordernden Zeiten

"Wir stehen am Beginn eines Paradigmenwechsels in der Fertigung, angetrieben durch KI. Solche wegweisenden Momente sind für die Branche nicht neu, allerdings verändert sich künstliche Intelligenz und die Art, wie wir Produkte entwerfen, konstruieren und herstellen schneller als erwartet", geben die Autodesk-Experten an. Dabei würde der Paradigmenwechsel die Gelegenheit bieten, Kapazitäten freizusetzen, Kreativität zu steigern und Produktivität zu verbessern. Hinzu komme: "Angesichts eines kritischen Mangels an Fachkräften wird KI unverzichtbar, da sie es ermöglicht, mit weniger Ressourcen mehr zu erreichen. Autodesk ist in der Position, diese Veränderung anzuführen und präsentiert im Rahmen dieser Mission, unter anderem eine Vielzahl Innovationen", wird weiter berichtet und diese wie folgt aufgelistet:

Generativ KI-gestützte, editierbare Geometrie in Fusion

Autodesk implementiert in Fusion eine neue Form generativer Modellierung: editierbare Boundary Representation (BREP)-Geometrie, angetrieben von firmeneigenen Basis-Modellen für die Fertigung. "Ein einziger Befehl erzeugt hochdetaillierte Geometrien, die als vollständig editierbares CAD-Modell ausgegeben werden. Das verkürzt den Weg von der Idee zur konstruktionsreifen Datei erheblich, da Designer ohne umständliche Konvertierungen oder manuelle Nacharbeit unmittelbar weiterarbeiten, parametrisch anpassen und Fertigungsaspekte berücksichtigen können", so die Experten.

Autodesk Assistant: Ein agentenbasierter KI-Partner für Produktivität

Mit dem neuen Autodesk Assistant führt das Unternehmen einen kontextsensitiven, agentenbasierten KI-Partner ein, der nahtlos in Produkte, wie Fusion und Vault, integriert ist. In Fusion automatisiert der Assistant organisatorische und technische Schritte: Teammitglieder einladen, Skizzenbeschränkungen setzen oder Fertigungspfade generieren. Zeitraubende Aufgaben werden ausgelagert, damit Nutzer sich auf die Entwicklung von Innovationen konzentrieren können. In Vault erweitert der Assistant die Arbeit mit Daten, darunter die Suche in natürlicher Sprache, automatische Folgeaktionen, wie das Aktualisieren veralteter Zeichnungen und die Überführung von Stücklisten (BOM) in PLM-Workflows (Fusion Manage). Das Ergebnis: ein konsistenter, zuverlässiger Datenfluss über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg.

Kontextualisierte Visuals und direkter Export nach Microsoft 365

Autodesk und Microsoft treiben gemeinsam die visuelle Aufbereitung und Distribution von Design-Ergebnissen voran. Durch den Einsatz von Microsofts Azure OpenAI Services und Modellen wie GPTimage1 lassen sich Fusion-Designs direkt kontextualisieren und fotorealistisch visualisieren. "Damit können Nutzer beispielsweise ein neu entwickeltes Gerät automatisch in eine realistische Umgebung platzieren. Diese Visuals und Metadaten können anschließend automatisiert nach Microsoft 365 exportiert und in PowerPoint-Präsentationen überführt werden, sodass Marketing und Vertriebsteams hochwertige Materialien ohne manuellen Aufwand erhalten", werden als Vorteile genannt.

Produktionsreife MCP-Server für reibungslose Automatisierung

Autodesk stärkt die gesamte Design & Manufacturing-Branche mit der produktionsreifen Implementierungen von Model Context Protocol (MCP)-Servern. "Diese Server (u. a. Fusion Data) liefern nicht mehr nur isolierte CAD-Dateien, sondern vollständige, geprüfte Arbeitsansichten mit allen relevanten Angaben wie Freigabestatus, Maße, Werkstoffinformationen und Fertigungsrestriktionen. Diese Arbeits-Snapshots können von KI-Agenten und Automatisierungs-Tools eindeutig interpretiert und verarbeitet werden. Für Produktentwicklung und Fertigung heißt das konkret: Routinetests zur Fertigungsfähigkeit lassen sich automatisieren, CAM-Abläufe können direkt aus dem validierten Modellkontext angestoßen und NC-Programme deutlich zielgenauer erzeugt werden. Auch Simulationen können automatisch mit den richtigen Eingangsdaten gestartet und Ergebnisse in den Entwicklungsprozess zurückgespielt werden. Änderungen an Stücklisten werden nachvollziehbar über Lieferantenketten hinweg abgebildet", informieren die Autodesk-Experten zu dieser Neuerung.

Vielfältiges Programm in Nashville

Die Autodesk University findet in diesem Jahr vom 16. bis 18. September 2025 statt. Die Teilnehmer erwartet ein abwechslungsreiches Programm rund um Design, und Fertigung. Auf der Agenda stehen spannende Keynotes, praxisnahe Sessions mit realen Projektbeispielen und Anwendungsszenarien für KI-Technologien, außerdem gibt es einen Ausstellungsbereich mit interaktiven Innovationen und vielfältigen Exponaten. Zudem gibt es viele Gelegenheiten, sich mit Kolleginnen und Kollegen zu vernetzen und neue Impulse für zukünftige Projekte zu sammeln. Im Anschluss an die Autodesk University werden Aufzeichnungen der Keynotes digital abrufbar sein.

Autodesk (ih)

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