Durchgängige Plattform für Motion, Vision und IT-Anbindung

Bild zeigt  mySaw-Bedienoberfläche

Informationen zur Materialverwaltung in der mit TwinCAT HMI erstellten mySaw-Bedienoberfläche.
(Quelle: Carl Benzinger)

Die Bewegungsfunktionen in der mySaw werden über das Multiachs-Servosystem AX8000 und AM8000-Servomotoren von Beckhoff umgesetzt. Hinzu kommen ein Elektrozylinder AA8033, die Servomotor-EtherCAT-Klemme EL7211-9014 sowie TwinCAT PLC/NC PTP 10 auf einem Embedded-PC CX5240.

M. Gutekunst hebt vor allem den geringen Engineering-Aufwand hervor: „Auf dem Embedded-PC ist das komplette Engineering installiert, bei dem wir insgesamt vom sehr geringen Einarbeitungs- und Eingineering-Aufwand profitieren. Ein großer Vorteil liegt zudem in der umfassenden Simulationsfähigkeit von TwinCAT, durch die sich ein Projekt Schritt für Schritt einfach aufbauen lässt. Das erleichtert unsere Arbeit sehr, zumal sich mit dem TwinCAT Drive Manager 2 alle Motion-Bereiche von der kompakten Antriebstechnik über den Elektrozylinder bis hin zum AX8000 durchgängig in einem Tool umsetzen lassen.“

Auch die Offenheit der PC-basierten Steuerung spielt eine wichtige Rolle: Die Maschine lässt sich an übergeordnete IT-Systeme anbinden. Ein Endkunde kann den gewünschten Ring über einen Konfigurator bestellen. Der Auftrag wird im MES oder ERP-System erzeugt und als Datensatz an die mySaw übermittelt.

„Bei der mySaw ist dies sehr wichtig, gerade mit Blick auf eine vollautomatisierte Produktion. Im Grunde genommen besteht nur noch eine Datenleitung zur Maschine", stellt C. Spieler heraus. "Der Endkunde bestellt den gewünschten Ring über einen Konfigurator und dies löst im ERP-System bzw. MES unseres Kunden einen Auftrag aus, der als Datensatz an die mySaw übermittelt wird. Daher ist die einfache IT-Anbindung von PC-based Control entscheidend. Für zukünftige Kundenanforderungen wie die Kommunikation per OPC UA sind wir mit TwinCAT Connectivity ebenfalls gut gerüstet – Stichwort einfache Skalierbarkeit.“

Industrial AI im Praxiseinsatz

Der Anwendungsfall zeigt, wie Industrial AI in einer hochspezialisierten Maschine konkreten Nutzen bringt: Die KI erkennt Fehler direkt im Prozess, reduziert unnötige Folgekosten und unterstützt den Maschinenbauer dabei, eine sehr variantenreiche Fertigung zu automatisieren.

Für Carl Benzinger liegt der Mehrwert auch in der durchgängigen Integration. Vision, Machine Learning, Motion, HMI, IT-Anbindung und Steuerung laufen in einer gemeinsamen Automatisierungsumgebung zusammen. KI ist als integraler Bestandteil der Maschine umgesetzt.

Stefan Ziegler, Editorial Management PR, Beckhoff Automation
3 / 3

Ähnliche Beiträge