Ein Agent – viele Skills

Vom Assistenten zum Agenten: Bosch Rexroth bringt Agentic AI in die Automatisierung. (Quelle: Bosch Rexroth)
Den entscheidenden Automatisierungskontext liefern Skills. Sie geben dem Agenten das spezifische Wissen und die Regeln an die Hand, die er für eine bestimmte Aufgabe benötigt. Soll beispielsweise eine Motion-Anwendung erstellt werden, greift der Agent auf den entsprechenden kuratierten Skill zurück und weiß dadurch, wie Achsen und Kinematiken innerhalb von ctrlX Automation angelegt werden.
Bosch Rexroth verfolgt dabei das Prinzip „ein Agent – viele Skills“. Statt für jede Aufgabe einen separaten Agenten einzusetzen, greift der zentrale Agent abhängig von der jeweiligen Aufgabe genau auf die Fähigkeiten zu, die er benötigt. Er muss dadurch nicht für jede Aufgabe wieder mit umfangreichem Kontext versorgt werden.
Der entscheidende Skalierungseffekt: Die Architektur ist darauf ausgelegt, dass jede App ihre eigenen Skills mitbringen kann. Neue oder erweiterte Funktionen einer App können damit zugleich die Fähigkeiten des Agenten erweitern. Auch Apps von Drittanbietern können ihr spezifisches Know-how auf diese Weise für KI nutzbar machen. Damit wächst das Spektrum der verfügbaren und validierten KI-Fähigkeiten mit dem offenen Ökosystem von ctrlX Automation.
Offen für Agenten, Modelle und Inferenz
AI-ready by Design bedeutet für Bosch Rexroth auch, Anwender nicht auf eine vorgegebene KI-Welt festzulegen. Neben dem eigenen Agenten lassen sich auch Third-Party-Agenten anbinden. Dasselbe Prinzip gilt für die zugrunde liegenden Large Language Models. ctrlX Automation ist nicht an ein bestimmtes Modell gebunden. Unternehmen können gemäß ihren Anforderungen und der vorhandenen KI-Infrastruktur unterschiedliche Modelle anbinden.
Auch beim Ort der Inferenz setzt Bosch Rexroth auf Wahlfreiheit. Neben cloudbasierten Modellen ist perspektivisch die lokale Ausführung leistungsfähiger KI-Modelle vorgesehen. Gemeinsam mit AMD arbeitet Bosch Rexroth an einer entsprechenden Hardwarebasis, auf der KI mit ctrlX OS lokal betrieben werden kann. Damit können sensible Engineering- und Maschinendaten perspektivisch vor Ort verarbeitet werden, ohne für die Inferenz zwingend die lokale Umgebung verlassen zu müssen.
„Agentic AI darf für uns nicht in einem neuen technologischen Lock-in enden. Anwender sollen entscheiden können, ob und wie sie KI einsetzen, welchen Agenten und welches KI-Modell sie nutzen und wo die Inferenz stattfindet. Wir verbinden diese Wahlfreiheit mit dem Automatisierungskontext von ctrlX Automation . Dank des modularen App-Konzepts lassen sich Funktionen jederzeit flexibel erweitern. Und wer auf Künstliche Intelligenz verzichten möchte, entscheidet sich einfach gegen die Installation des Features“, sagt Steffen Winkler.
Vom Engineering zu weiteren Phasen des Maschinenlebenszyklus
Das Engineering zeigt bereits heute, wie grundlegend Agenten die Interaktion mit Automatisierung verändern können. Der Ansatz von Bosch Rexroth reicht jedoch weiter. ctrlX Automation ist darauf ausgerichtet, KI über unterschiedliche Aufgaben und Phasen des Automatisierungs-Lifecycles hinweg nutzbar zu machen.
Apps, Daten und Automatisierungsfunktionen sind dafür in einer AI-ready Architektur miteinander verbunden. Damit führt Bosch Rexroth KI vom Assistenten zum Akteur in der Automatisierung – und schafft die Basis für Agentic Automation über den gesamten Lebenszyklus.
Agent iXi ist im Rahmen eines Beta-Tests bereits bei ctrlX Automation-Kunden im Einsatz. Der Test soll in den nächsten Monaten auf weitere Kunden ausgeweitet werden. Der KI-Agent soll ab Anfang 2027 verfügbar sein.