Mann betrachtet über Tablet virtuellen Zwilling der Anlage im Hintergrund

Mit der Übernahme von Ascon Qube-Technologie beschleunigt Dassault Systèmes seine Strategie für virtuelle Zwillinge von Fabriken. (Quelle: Dassault Systèmes/iStock-2161721546)

"Die Ascon Qube-Technologie wurde bisher von der Ascon Holding GmbH entwickelt, einem Pionier im Bereich softwaredefinierter Automatisierung, der innovative Lösungen zur Optimierung und Steuerung von Fabrikautomatisierungssystemen und Maschinen bietet. Ziel ist es, die Grenzen klassischer, fest programmierter SPS-Steuerungen und starrer, heterogener Produktionssysteme zu überwinden. Die SaaS-fähige Technologie nutzt künstliche Intelligenz, um Produktionsprozesse über eine modellbasierte Softwareplattform effizient zu planen, zu konfigurieren und zu steuern. Dies ermöglicht eine bislang unerreichte Interoperabilität und Flexibilität in industriellen Automatisierungsprozessen", gibt Dassault Systèmes in einer Meldung an.

Im Weiteren wird darauf verwiesen, dass in der generative Economy die schnelle Anpassung von Produktionslinienautomatisierung an wechselnde Nachfragen und neue Produkte eine komplexe Herausforderung darstellt. Jede Maschine – oder jedes Gerät – verwendet Software, die speziell dafür programmiert ist. "In Fabriken mit einer Vielzahl an Maschinen können Softwareprogrammierung und Neukonfiguration die Produktionsqualität, Umrüstzeiten und Lieferzeiten erheblich verzögern", verdeutlichen die Experten. Softwaredefinierte Automatisierung unterstütze Unternehmen, diese Herausforderungen zu bewältigen, indem sie Produktionsprozesse flexibel anpassen, die Qualität steigern und die Anlagen bestmöglich auslasten können.

Dassault Systèmes will die Ascon Qube-Technologie in sein weltweit eingesetztes Delmia-Portfolio integrieren. Als Basis soll die 3DExperience Plattform dienen, die das Fundament für kollaboratives Wissen und industrielles Know-how darstellt. "Dieser Schritt markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur nächsten Generation der 3D UNIV+RSES von Dassault Systèmes, die virtuelle Zwillinge, KI-basierte Trainingssysteme und den Schutz des geistigen Eigentums der Kunden vereinen", wird erläutert.

Die Technologie soll in einem neuen Experiences-as-a-Service (XaaS)-Modell zum Einsatz kommen. Damit würden sich dann Fertigungsprozesse auf einer deutlich feineren Detailebene modellieren, simulieren, optimieren und ausführen lassen. "Traditionelle SPS-Systeme werden dabei durch softwaredefinierte Automatisierung auf Maschinenebene ersetzt. Kunden profitieren von schnelleren Entscheidungen, geringeren Ausfallzeiten, nachhaltigen Effizienzsteigerungen und einer höheren betrieblichen Resilienz", heißt es abschließend in der Meldung.

Dassault Systèmes (ih)

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