Grafik zeigt drei schematisch dargestellte Messestände, die mit Linien verbunden sind, die den Datenaustausch veranschaulichen sollen

Drei Messestände, ein Simulationsmodell: F.EE, die infoteam Software AG und Twindustry arbeiten auf der SPS 2026 gleichzeitig an derselben virtuellen Anlage. (Quelle: F.EE GmbH/KI-generiert)

„Mit diesem Showcase demonstrieren wir die Multi-User-Fähigkeit von fe.screen-sim und deren Vorteile im Praxiseinsatz: Alle Beteiligten sind mit derselben virtuellen Anlage verbunden und arbeiten daran im laufenden Betrieb, ohne zwischen Bearbeitungs- und Simulationsmodus zu wechseln. In verteilten Projekten entfällt damit der Abgleich, wer welchen Modellstand hat", erläutert Peter Meier, Leiter der Abteilung Softwareentwicklung Simulation und Virtuelle Inbetriebnahme bei F.EE.

Am Messestand von Twindustry und der infoteam Software AG steht jeweils ein Hardwaremodul mit Schutzzauntür, Sicherheitsschalter, Tastern und Signalleuchte. Eine Emulationsbox koppelt die verbaute Steuerung an die Simulation. Am Stand von F.EE laufen zentrale Simulation und Hauptvisualisierung, der dritte Anlagenteil wird dort virtuell in fe.screen-sim bedient.

"Öffnet ein Besucher die Schutzzauntür – real am Hardware-Modul oder virtuell im Client –, öffnet der Sicherheitskreis und die Fördertechnik im Modell bleibt stehen. Zu sehen ist das zeitgleich an allen drei Ständen. Nach der Quittierung läuft die Anlage wieder an, ein Behälter verlässt das Hochregallager und trifft an der gemeinsamen Auslagerungsstelle auf die Behälter der anderen Partner", berichten die Experten im Vorfeld.

„Es wird sofort sichtbar, was die eigene Steuerung im Anlagenteil der anderen auslöst“, sagt Michael Bojnec, Senior Key Account Manager Industrial Applications bei der infoteam Software AG. „Und damit veranschaulichen wir einen der Hauptvorteile der virtuellen Inbetriebnahme: Die Steuerungssoftware lässt sich prüfen, bevor die reale Anlage steht.“

F.EE weist ferner darauf hin, dass im Showcase auch das Verhalten des Sicherheitskreises abgebildet sei, wodurch sich das logische Zusammenspiel von Sicherheits- und Ablaufsteuerung bereits vor der realen Sicherheitsabnahme prüfen lasse.

José Alberto Santiago Mármol, CEO von Twindustry, ergänzt abschließend: „In der Praxis sitzen Projektbeteiligte oft nicht am selben Ort. Genau diese Verteilung bildet der Showcase ab: mehrere Standorte, ein Modell, ein gemeinsamer Projektstand. Was auf der Messe die Hallenwand ist, können in der Praxis Entfernungen über Ländergrenzen hinweg sein.“

Zu sehen ist der Showcase bei F.EE in Halle 6, Stand 308, bei der infoteam Software AG in Halle 5, Stand 150, und bei Twindustry in Halle 6, Stand 442.

Industrial AI: KI-Systeme am Simulationsmodell

Passend zum diesjährigen Messe-Fokusthema „Industrial AI“ wird am F.EE-Messestand zudem gezeigt, wie sich KI-Systeme über eine MCP-Schnittstelle direkt an fe.screen-sim anbinden lassen. "Besucher erleben live, wie Simulationen automatisch generiert und KI-Systeme zur Analyse und Optimierung von Abläufen oder zur Eingrenzung von Fehlern genutzt werden", so die F.EE-Experten. Darüber hinaus will das Unternehmen auch die Anbindung realer Systeme an die Simulationsplattform demonstrieren, wofür über 30 Schnittstellen zu Steuerungen, Robotern und Datenbanken sowie offene API- und SDK-Schnittstellen zur Verfügung stehen.

SPS 2026: Halle 6, Stand 308

Martin Köster ist Vertriebsleiter für Industriesoftware (fe.screen-sim) bei der F.EE GmbH (ih)

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