Zugriff segmentieren mit Zero-Trust

Die unmittelbarste Lösung für die Absicherung der etablierten OT-Infrastruktur und die Einschränkung des IT-Zugriffs ist das Aufsetzen einer Zero-Trust-Architektur, um damit ein sicheres „Gateway“ vor der OT-Umgebung aufzubauen. Damit lassen sich alle Datenströme überwachen, die in das System ein- und ausgehen. Durch diese Sichtbarkeit können IT-Verantwortliche Entscheidungen hinsichtlich der Richtlinien treffen, die für den Zugang zu Bestandteilen des gesamten Systems erforderlich sind. Das ist in der Umsetzung tatsächlich einfacher als erwartet, wie ein international agierendes Fertigungsunternehmen in zwei Wochen Projektlaufzeit bewiesen hat. Innerhalb dieses Zeitraums wurden alle bestehenden VPN und SSL-VPN deaktiviert und ein Cloud-Plattform-basierter Ansatz auf Zero-Trust-Basis implementiert. Darauf aufbauend haben nun Mitarbeiter oder Servicetechniker von Drittfirmen über die Zero-Trust-Kontrollen die Möglichkeit, eine gesicherte und geprüfte Verbindung mit dem Netzwerk herzustellen. Das Unternehmen profitiert durch diesen Zero-Trust-Ansatz nun von voller Transparenz über alle internen und externen Zugriffe zu den Fertigungslinien über einen direkten, abgesicherten und dennoch einfachen Zugangspfad, der Drittparteien Zugang ermöglicht, die Produktionslinien schützt und zeitgleich durch die Reduktion der Angriffsfläche einen besseren Schutz vor Cyberangriffen bietet.


Eine auf den Zero-Trust-Prinzipien basierende Sicherheitsplattform wie Zero Trust Exchange trägt ebenso dazu bei, jede beliebige Anwendung für entsprechende Drittparteien zu segmentieren. Wird ausschließlich der benötigte Zugriff für Lieferanten und Partner autorisiert, können Unternehmen Cyberkriminelle davon abhalten, sich lateral (seitlich) im Netzwerk auszubreiten. Eine solche granulare Segmentierung stellt einen grundlegenden Fortschritt für den Schutz der OT-Standorte dar und hilft bei der Umsetzung regionaler und globaler Vorschriften.

Fazit

Mit der schützenden Hülle durch einen Zero-Trust-Ansatz können IT- und OT-Teams ihre Strategien aufeinander abstimmen und das Beste aus einer IT-OT-Konvergenz herausholen, ohne sich um Sicherheitsverletzungen sorgen zu müssen. Jedes Team verfügt über eine konsistente Sichtbarkeit und kann die Umgebung überwachen sowie wichtige Erkenntnisse gewinnen, um die Effizienz der Produktionsumgebungen zu steigern. Denn einheitliche Sichtbarkeit geht mit konsistenten Erkenntnissen und damit Handlungsfähigkeit einher.

Nathan Howe ist der Vice President of Innovations bei Zscaler
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