Simulation meets AI: F.EE demonstriert neben vielen weiteren Features auch die KI-Anbindung in fe.screen-sim V5 live auf der diesjährigen SPS in Nürnberg. (Quelle: F.EE GmbH/Teile des Bildes wurden mit KI generiert)
Als eine der zentralen Neuheiten präsentiert F.EE die MCP-Schnittstelle (Model Context Protocol), mit der fe.screen-sim eine direkte Anbindung an KI-Systeme, LLM und Workflow-Tools, wie beispielsweise Claude, n8n oder Cursor, ermöglicht. Damit wird fe.screen-sim Teil der KI-gestützten Engineering-Umgebung und erlaubt unter anderem die automatische Generierung von Simulationen.
Simulation im Browser
Mit dem neuen Web client kann fe.screen-sim ohne lokale Installation direkt über den Browser genutzt werden. Das Rendering erfolgt dabei serverseitig. Dadurch lassen sich Simulationen plattformunabhängig auch auf leistungsschwächeren PC und mobilen Endgeräten flüssig darstellen und einfache Interaktionen wie das Drücken von Buttons ausführen. In Kombination mit der Multi-User-Fähigkeit, bei der mehrere Clients gleichzeitig ohne Umschalten zwischen Bearbeitungs- und Simulationsmodus auf einen digitalen Zwilling zugreifen können, wird fe.screen-sim damit noch flexibler in der Anwendung.
Weitere Schnittstellen
„Technologieoffenheit war für uns schon immer ein zentrales Entwicklungsprinzip“, erklärt Peter Meier, Leiter der Abteilung Softwareentwicklung Simulation und virtuelle Inbetriebnahme bei F.EE. „Denn wir wissen aus der Praxis, wie wichtig flexible Anbindungsmöglichkeiten für unsere Kunden sind.“ Deshalb wurde die Zahl der Schnittstellen nochmals über alle Bereiche hinweg erweitert – von bisher 24 auf nunmehr 33 Anbindungen.
Zu den bestehenden Standards, wie OPC UA, Microsoft SQL, Oracle SQL und Modbus, kommen neue Anbindungen, wie MQTT oder acontis Ethercat, hinzu.
Neben den etablierten Kopplungen zu Rockwell, Siemens, Beckhoff, Fanuc, B&R und Mitsubishi unterstützt fe.screen-sim nun auch Bosch Rexroth ctrlX sowie Rockwell Logix Echo Network Interface. Ein weiteres Add-on stellt das neue Codesys Simulation Interface (Preview) dar, das eine besonders schnelle Verbindung zu Codesys-basierten Steuerungen ermöglicht.
Die Liste der unterstützten Roboterhersteller wurde um Estun, Epson, Nachi und isel ergänzt – zusätzlich zu den bereits vorhandenen Anbindungen an alle gängigen Systeme am Markt.
Das Ergebnis: fe.screen-sim ist noch universeller einsetzbar, unterstützt heterogene Systemlandschaften und sorgt für verkürzte Integrationszeiten.
Navigationssystem für Förderanlagen
Eine weitere Neuheit ist der MIL designer, ein Tool zur schnellen Konzeption und Optimierung von Fördertechniksystemen - ganz ohne SPS-Kopplung. Es analysiert Materialflüsse, ermittelt optimale Transportwege und simuliert Abläufe, auf Wunsch schneller als in Echtzeit. Mit dem Analytics-Modul lassen sich Daten zudem live auswerten und Prozessoptimierungen direkt validieren.
Projektmanagement im Fokus
Ein weiteres Thema am F.EE-Messestand ist der ProjektPlaner, eine speziell für das industrielle Projektmanagement entwickelte Softwarelösung. Sie unterstützt Anwender über alle Projektphasen hinweg – von der grafischen Planung und Aufgabenverwaltung über Mehrkostenerfassung, Reiseplanung und Berichtswesen bis hin zur Visualisierung und Bearbeitung von Aufgaben anhand individuell definierbarer Statusspalten. Damit behalten Projektleiter und Teams jederzeit den Überblick über Fortschritt, Verantwortlichkeiten und Ressourcen. Ergänzend präsentiert F.EE die Unternehmenssoftware FactWork, die sich insbesondere bei mittelständischen Projekt- und Auftragsfertigern für die ganzheitliche Unternehmenssteuerung etabliert hat.
SPS: Halle 6, Stand 308