Pepperl+Fuchs bringt „Manufacturing-X“ voran

Pepperl+Fuchs beteiligt sich mit seinem umfangreichen Portfolio an Automatisierungskomponenten aktiv an der Initiative Manufacturing-X und macht verschiedene Tech­nologien und Standards für eine durchgängig digitale Zu­sammenarbeit innerhalb eines Datenökosystems nutzbar.

Identifikationstechnologien als Fundament

Eine durchgängige und normierte Repräsentanz (digitaler Zwilling) physischer Assets im virtuellen Raum ist die Basis für mehr Transparenz und Resilienz von Lieferketten sowie weitere digitale Wertschöpfung. Hierfür müssen allen physischen Assets eindeutige Identifikatoren zugeordnet werden, die etwa mittels verschiedener optisch lesbarer Code-Symbologien oder in Form von RFID-Tags an den Objekten aufgebracht werden.

omlox schafft Dynamik

omlox unterstützt den weiteren Wandel hin zu volldigitali­sierten und papierlosen Prozessen. Erstmalig bietet dieser Standard die Interoperabilität einer Vielzahl von Technolo­gien. Verknüpft man im Rahmen von omlox etwa RFID mit UWB, 5G oder GPS, entsteht ein optimaler Informations­fluss, der nicht an den Toren eines Werksgeländs endet. Nach Übertragung in höhergelagerte Softwaresysteme, wie ERP oder MES, erlauben diese Informationen eine Reaktion auf eventuelle Abweichungen und die Anpassung nachgelagerter Prozesse.

Ein Plus an Daten für die Prozessindustrie

Die Vision von Manufacturing-X umschließt auch die Pro­zessindustrie – und trifft hier auf besondere Rahmenbedin­gungen: Zum einen stellen die Dimensionen der Anlagen eine Herausforderung für den Transfer größerer Daten­mengen dar. Zum anderen kommen Anforderungen an den elektrischen Explosionsschutz hinzu. Doch gerade in die­sem Spannungsfeld liegen große Potenziale brach, die durch den intelligenten Einsatz verschiedener Infrastruk­turtechnologien, wie Ethernet-APL und Remote-IO, sowie smarter Kommunikationsgeräte erschlossen werden kön­nen.

Digitaler Zugang zu Produktinformationen

Durch den in der IEC 61406 standardisierten Identifikator auf Instanzebene wird es möglich, Herstellerinformationen mit Produktinstanzen zu verknüpfen. So können durch den Einsatz geeigneter Systeme die einzelnen Komponenten in einer Anlage schnell und einfach mithilfe von mobilen Ge­räten identifiziert werden. Die benötigten Informationen sind dabei jederzeit und ortsunabhängig auf allen Prozessebenen und über den gesamten Lebenszyklus des Pro­dukts hinweg abrufbar.

Enabler des Informationsaustauschs

Mit der Einführung der neuen CSRD-Richtlinie, Vorschrif­ten für die Lieferkette und der Forderung nach digitalen Produktpässen ist eine effiziente Kommunikationsinfra­struktur wichtiger denn je. Die Neoception Digital Twin Infrastructure bietet eine innovative Lösung für eine rei­bungslose und effiziente Kommunikation entlang der Lieferkette. Sie unterstützt Unternehmen dabei, eine präzise und zuverlässige Berichterstattung nach Standards der Plattform Industrie 4.0 zu etablieren.

Benedikt Rauscher, Leiter globale IoT/Industrie 4.0 Projekte bei der Pepperl+Fuchs SE in Mannheim.
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