Grafische Darstellung der von Maschinenbauern eingesetzten Ethernet-Protokolle in den Jahren 2025, 2020 und 2017 - ein Ergebnis der Marktstudie „Industrielle Kommunikation/Industrie 4.0“ von Michaela Rothhöft

Ergebnis auf die Frage nach dem Einsatz von Ethernet-Protokollen im Rahmen der unabhängigen Marktstudie „Industrielle Kommunikation/Industrie 4.0“ von Dipl.-Betriebswirtin Michaela Rothhöft (Auszug). (Quelle: M. Rothhöft)

Die Marktstudie „Industrielle Kommunikation / Industrie 4.0“ wurde von Michaela Rothhöft freiberuflich mit Unterstützung des VDMA Elektrische Automation durchgeführt. Im Rahmen dieser Wiederholung von Studien aus den Jahren 2013, 2017 und 2020 gaben 2025 deutschlandweit fast 300 Maschinenbauunternehmen Auskunft über das Einsatzverhalten und über zukünftige Entwicklungen in den Bereichen Kommunikationstechnologien und Industrie 4.0.

In einer Meldung berichtet M. Rothhöft, dass sich OPC UA immer mehr zum Kommunikationsstandard entwickle: "Während diese Technologie 2017 nur bei jedem 4. Maschinenbauer zu finden war, sind es heute bereits zwei Drittel und viele weitere planen damit für die Zukunft." Außerdem ist laut der Studie Single Pair Ethernet (SPE) bislang noch recht wenig verbreitet, allerdings plane jedes 5. Unternehmen dessen künftigen Einsatz. "Berücksichtigt man dabei, dass für mehr als jeden 3. Maschinenbauer diese Technologie bislang unbekannt ist, könnte sich der Trend noch verstärken", erklärt sie.

Ein mittlerweile etablierter Standard im Maschinenbau ist Ethernet: Gemäß der Aussagen der Studienteilnehmer verzichtet lediglich 1 % auf diese Technologie. "Am verbreitetsten ist nach wie vor Profinet. Auch in der Zukunft rechnen nur wenige Unternehmen hier mit einem Rückgang", gibt M. Rothhöft an. Demgegenüber würde bei Ethercat ein Wachstum erwartet. "Im Bereich funktionale Sicherheit wird zukünftig das Protokoll Profisafe mit großem Abstand vor IO-Link Safety eingesetzt werden", berichtet sie weiter.

Ein weiteres Ergebnis ist das weitere Voranschreiten der OT/IT-Konvergenz: Mehr als 90 % der Maschinenbauer gaben an, zukünftig „Industrie 4.0“-Eigenschaften vom Automatisierungsnetz zu erwarten. Dabei würde mehrheitlich auf Plug-and-play-Prinzipien gesetzt sowie eine einheitliche Datenbeschreibung zum Einsatz kommen. "Ein Großteil rechnet zudem mit der Verwendung von Condition Monitoring/Predictive Maintenance. Aber auch eine Cloudanbindung wird von zwei Drittel der Maschinenbauer spätestens zukünftig erwartet. Dabei wird zur technologischen Verknüpfung OPC UA an erster Stelle stehen", informiert die Studienautorin weiter. Und trotzdem durch diesen Trend auch die Anforderungen an die Security steigen, gaben fast 2/3 der befragten Maschinenbauer an, das angestrebte Security-Level bislang nicht zu kennen.

Michaela Rothhöft (ih)

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