Bestandsanlagen optimieren

Der Durchflussmesser Flowave unterscheidet innerhalb von Millisekunden zwischen Produkt, Reinigungsmedium und Mischphasen. In Batch-Prozessen mit hoher Produktvielfalt lassen sich so beim Medienwechsel große Mengen Ausschuss einsparen.

Der Durchflussmesser Flowave unterscheidet innerhalb von Millisekunden zwischen Produkt, Reinigungsmedium und Mischphasen. In Batch-Prozessen mit hoher Produktvielfalt lassen sich so beim Medienwechsel große Mengen Ausschuss einsparen. (Quelle: Bürkert Fluid Control Systems)

In der Energiebranche beispielsweise kann grüner Wasserstoff ein wichtiger Baustein für die Energiewende werden. Bürkert unterstützt die Branche bewusst mit der Entwicklung geeigneter Komponenten.

In der Energiebranche beispielsweise kann grüner Wasserstoff ein wichtiger Baustein für die Energiewende werden. Bürkert unterstützt die Branche bewusst mit der Entwicklung geeigneter Komponenten. (Quelle: Graforc)

Regeneratives Wirtschaften startet bei den eingesetzten Komponenten. Ein systemischer Blick auf die jeweilige Applikation eröffnet weitere Möglichkeiten, wie das Beispiel der Dr. Kurt Wolff GmbH & Co. KG zeigt. „Dieses Kundenbeispiel zielt mehr in Richtung Nachhaltigkeit als regeneratives Wirtschaften“, stellt H. Faustmann heraus. „Allerdings kommt hier ein innovatives und zukunftsweisendes Produkt von uns zum Einsatz, das sich in mehrfacher Hinsicht auszeichnet und optimal die Kundenanforderungen abdeckt.“ Gemeint ist der Durchflussmesser Flowave. Zu den Anforderungen des Shampoo-Herstellers zählte ein extrem geringer Ausschuss bei Produktwechseln. Gesucht wurde ein Sensor, der die Mischphasen am Anfang und Ende des Transfers, also bei jedem Produktwechsel vor und nach der Reinigung, mit hoher Reproduzierbarkeit innerhalb kürzester Zeit erkennt – also bei unterschiedlich viskosen Medien. „Unser Flowave misst neben dem Durchfluss auch Dichte sowie akustische Trübung. Dadurch kann er schnell zwischen abzufüllendem Produkt, Reinigungsmedium und Mischphasen unterscheiden, sodass die Ventile innerhalb von Millisektunden schalten“, so H. Faustmann. Als Ergebnis nennt er: „Dadurch konnten die Bestandsanlage für die Shampoo-Produktion nachhaltig und ressourcenschonend umgestellt sowie in Summe mehr als zwei Drittel des Ausschusses eingespart werden.“

Ähnliche Einsparpotenziale lassen sich auch in vielen anderen Branchen und Anwendungen erschließen, die auf Batch-Prozesse mit hoher Produktvielfalt setzen und dabei hygienekritische Produkte herstellen oder mit sensiblen oder reaktiven Medien arbeiten.

Grüner Wasserstoff

Ein weiterer Baustein zum regenerativen Wirtschaften ist der Einsatz erneuerbarer Energien. Mit seinem Lösungsportfolio und seiner Prozessexpertise hat sich Bürkert als ein wichtiger Player im Bereich Wasserstoff etabliert. Das Medium Wasserstoffe bringt hohe Anforderungen an die eingesetzten Komponenten, die an seiner Herstellung und Lagerung beteiligt sind. Bürkert engagiert sich bewusst mit Entwicklungen geeigneter Komponenten, Lösungen und Bereitstellen von Know-how für die Wasserstofftechnologie. Mit Fluidiklösungen für mobile Wasserstofftankstellen, Elektrolyseure und Prüfstände für Brennstoffzellen-Stacks unterstützt das Unternehmen Forschungseinrichtungen, etablierte Unternehmen und Start-ups gleichermaßen. Als Beispielapplikation nennt H. Faustmann Graforce, ein Berliner Unternehmen, das Methan-Plasmalyse-Anlagen produziert. „Bei der Methan-Plasmalyse wird Methan aufgespalten in Wasserstoff und festen Kohlenstoff. Im Vergleich zur Wasserelektrolyse benötigt sie allerdings nur ein Fünftel der Energie, um die gleiche Menge an Wasserstoff zu erzeugen. Die modularen Anlagen ermöglichen die Herstellung von CO2-freiem und CO2-negativem Wasserstoff und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung der Wirtschaft“, informiert H. Faustmann. Bei der Auswahl der Prozessregelventile legte das Unternehmen besonderes Augenmerk auf die eingesetzten Materialien, um eine langfristige Beständigkeit geben Wasserstoff und damit eine für den sicheren Betrieb der Anlage unerlässliche Dichtigkeit zu gewährleisten. Ein weiterer Aspekt war Ventile und Ventilinseln aus einer Hand zu bekommen. „Zum Einsatz kommen Prozessventile mit pneumatischen Antrieben sowie Prozessregelsysteme mit Stellungsregler, Kugelhahnventile und Ventilinseln“, fasst H. Faustmann zusammen.

Fazit

„Will der Mensch noch über viele weitere Generationen auf diesem Planeten leben, führt kein Weg an regenerativem Wirtschaften vorbei“, ist H. Faustmann überzeugt. Seine Beispiele zeigen einen kleinen Ausschnitt der Möglichkeiten, in Richtung regenerativem Wirtschaften. Sie machen aber auch bewusst, dass ein Unternehmen allein die Welt nicht verändern kann. „Kooperationen werden wichtiger denn je. Deshalb suchen wir Partner und Verbündete und möchten ein Netzwerk aufbauen. In dieses bringen wir fluidische Lösungen und Know-how sowie eine klare Haltung zum regenerativen Wirtschaften ein. Unternehmen tun gut daran, bereits jetzt umzudenken und den Prozess selbst innovativ und prägend mitzugestalten“, lautet die Abschlussbotschaft von H. Faustmann.

www.burkert.de

Bürkert (ih)
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